PM Nr. vom 26.06.2006

Pressemitteilung Milan Horáček, MdEP: Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin ist nötig

Zu der heutigen Ausstrahlung der Talkshow "Cohn-Bendit trifft..." mit dem grünen Europa-Abgeordneten Milan Horáček zum Thema "Zentrum gegen Vertreibungen - Was soll das?" erklärt dieser:

"Meine Erfahrung besonders in den deutschen-tschechischen Beziehungen hat mir gezeigt, dass noch heute einige Vorgänge Tabu sind.

Ein Zentrum gegen Vertreibungen ist nicht nur wünschenswert sondern nötig geworden. Dabei geht es nicht um die Verengung auf deutsche Vertriebene und den Zweiten Weltkrieg sondern um das 20. Jahrhundert. Dieses Zentrum soll nicht für uns sondern für die Zukunft erstellt werden und zur Aufklärung dienen.

Ideal wäre, dass es mehrere Zentren an verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Berlin, Ustí nad Labem und Wrocław gibt, die sich mit dem wie und warum der Vertreibungen beschäftigen. Doch da die Verwirklichung eines europäischen Projekts dieser Art nicht in naher Zukunft realisierbar erscheint, halte ich Berlin für richtig. Denn auch die Deutschen Vertriebenen haben Anspruch darauf, ihren Teil der Geschichte zu reflektieren."

Im Jahr 1999 erklärten der Bundesvorstand und das Präsidium des Bundes der Vertriebenen den Willen, ein Projekt zur Dokumentation und Aufarbeitung der deutschen und europäischen Vertreibung auf den Weg zu bringen.

Im Jahr 2000 wurde die gemeinnützige Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen  mit Sitz in Wiesbaden gegründet. Erika Steinbach, MdB, und Prof. Dr. Peter Glotz wurden die beiden Vorsitzenden der Stiftung.

Die Sendung wird heute auf dem Privatsender Terranova TV um 21:15 Uhr ausgestrahlt.

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Matthias Schlegel
Grünes Europabüro Thüringen
Regionalbüro der Europaabgeordneten
Milan Horáček und Gisela Kallenbach
Lutherstraße 5
99084 Erfurt
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