Thüringens Grüne fordern erneut Rücknahme der Familienoffensive
Astrid Rothe-Beinlich: Qualität der frühkindlichen Bildung und Erziehung bleibt auf der Strecke
Während sich die Thüringer Landesregierung beharrlich weigert, ihre erhobenen Zahlen zu den Auswirkungen der Familienoffensive auf den Tisch zu legen, hat die Parität die Stichproben veröffentlicht, die sie bei der Befragung von 50 ihrer 600 Einrichtungen ermittelt hat.
„Die Zahlen sprechen eine dramatische Sprache. Schon jetzt mussten ErzieherInnen entlassen, Gruppen vergrößert, Elternbeiträge erhöht und Betreuungszeiten eingeschränkt werden. Deshalb fordern wir die Landesregierung erneut auf, die Familienoffensive zurückzunehmen“, so Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen.
„Es kann nicht hingenommen werden, dass die Landesregierung in Vogel-Strauß-Mentalität förmlich den Kopf in den Sand steckt, um nicht wahrnehmen zu müssen, was im Land passiert“, so Astrid Rothe-Beinlich weiter. „Ich wünsche mir, dass Ministerpräsident Althaus und der zuständige Minister Goebel die Courage haben, hier einzugreifen und von sich aus umzusteuern, bevor das gesamte System frühkindlicher Bildung in Thüringen faktisch auf der Kippe steht.“
„Einerseits fühlt sich die Landesregierung berufen, dem Kindermangel etwas entgegenzusetzen – andererseits verspielt sie gerade die Zukunft der Kinder, die es gibt“, so Rothe-Beinlich weiter.
„Oberste Priorität müssen die Qualität der frühkindlichen Bildung und die optimale Förderung und Betreuung ALLER Kinder – bei tatsächlicher Wahlfreiheit - haben. Der große Zuspruch zum `Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik` macht zudem deutlich, dass sich die Eltern in Thüringen für ihre Kinder eine andere Politik wünschen“, schließt die grüne Landessprecherin.
Für Rückfragen Astrid Rothe-Beinlich 0170/4369071