Pressemitteilung Milan Horáček, MdEP: Zur Aufnahme Dresdens in die Rote Liste der gefährdeten Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes
„Warum musste es so weit kommen? Hätten die Verantwortlichen nicht spätestens am Beispiel der Entwicklung in Köln sehen müssen, dass sie mit ihrer „Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Strategie“ Schiffbruch erleiden werden? Auch dort dachte man zuerst, man müsse nur etwas Lobby betreiben, dann würde man die Hochhaustürme neben dem Dom schon unverändert durchkriegen. Die Kosten für die Delegation nach Vilnius hätte Dresden sich sparen können.
Nun gilt es den Schaden zu begrenzen und endlich das zu tun, was schon immer wichtig war: Den offenen Dialog führen, der bisher nicht statt gefunden hat, um die Interessen des kulturellen Erbes und des Umweltschutzes angemessen bei einer notwendigen grundlegenden Neuauflage der Verkehrsplanung zu berücksichtigen.
Das Elbtal ist ein einzigartiges Erbe, das weder durch unsinnige Staustufen noch durch, laut Aussage der Architektenkammer, hässliche Brücken zerstört werden darf. Die Waldschlösschenbrücke ist überflüssig und hässlich wie ein Kropf. Eine neuer Volksentscheid, der den Bürgern die Entscheidung auf Basis aller Aspekte und Alternativen ermöglicht, ist notwendig“.
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