Katrin Göring-Eckardt fordert Bundesregierung zu Stellungnahme auf
Anfrage im Bundestag zum Eklat bei der Eröffnungsveranstaltung des Kunstfests Weimar
Mit einer Kleinen Anfrage wendet sich Katrin Göring-Eckardt, Landessprecherin der Thüringer Grünen, kulturpolitische Sprecherin der Grünen und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, an die Bundesregierung. Diese soll darlegen, ob sie die von Ministerialdirigent Hermann Schäfer vertretene Position in der Auseinandersetzung um das „Gedächtnis Buchenwald“ in der vorgetragenen Weise teilt und für angemessen hält und ob sie Konsequenzen aus dem Vorfall plant.
„Herr Schäfer ist in seiner Gedächtnisrede nicht auf die einmaligen Verbrechen von Buchenwald eingegangen, sondern hat sich ausschließlich mit dem Leiden und der Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg befasst. Diese von vielen zu Recht als Provokation empfundene Schwerpunktsetzung wird der Problematik und der Dimension Buchenwalds in keiner Weise gerecht.
Ich fordere daher die Bundesregierung auf, zügig zur Position ihres Ministerialdirigenten Stellung zu nehmen, um so weiteren Schaden im In- und Ausland zu vermeiden. Die Stadt Weimar, das vielbeachtete Kunstfest, vor allem jedoch die wichtige deutsche Geschichtsstätte Buchenwald haben besseres verdient. Sie dürfen nicht als Experimentierfeld für Historikerdebatten missbraucht werden.“ Im Anhang finden Sie den vollständigen Text der Kleinen Anfrage.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Tobias Franke-Polz (0177/5228822).