Grüne warnen: Ausgrenzung ist ein Feind von Bildung
Astrid Rothe-Beinlich: Deutschland stellt sich bildungspolitisch ins Abseits
Die OECD hat heute ihre Bildungsstudie „Bildung auf einen Blick“ für 2006 vorgelegt. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN Thüringen:
„Die Feststellung, dass Deutschland zu den vom demografischen Wandel am stärksten betroffenen Ländern gehört, verlangt nach Konsequenzen. Sieht man beispielsweise schon jetzt den akuten und sich verschärfenden Fachkräftemangel, wird klar, dass wir es uns schon unter demografischen Aspekten gar nicht leisten dürfen, Bildungsressourcen zu vergeuden. Dies verlangt nach bestmöglicher und individueller Förderung aller von Anfang an. Insofern müssen sich auch die Bundes- und Landesregierungen fragen lassen, wie sie dann immer noch am selektiven gliedrigen Schulsystem festhalten können.“
„Ausgrenzung ist ein Feind von Bildung! Dass längeres gemeinsames Lernen auch mehr Kinder zu qualifizierten Schulabschlüssen und zur Hochschulreife führt, machen uns andere europäische Länder schon seit Jahren erfolgreich vor“, so Astrid Rothe-Beinlich weiter. „Deutschland befindet sich derzeit auf einem bildungspolitischen Irrweg und bleibt nicht zuletzt hinter dem durchschnittlichen Anteil der Hochschulabsolventen in den OECD-Ländern weit zurück. Das hat der heutige OECD-Bericht erneut bestätigt“, gibt Astrid Rothe-Beinlich zu bedenken.
„Andere Länder machen uns dagegen eine zeitgemäße Bildungspolitik vor: sie fördern früh und individuell, bauen auf Stärke in Heterogenität, bringen mehr Menschen zum Hochschulabschluss und bauen soziale Hürden beim Zugang zu Bildung ab“, so Astrid Rothe-Beinlich weiter und benennt dies als Forderungen an eine erfolgreiche Bildungspolitik.
Für Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Tobias Franke-Polz, 0177-5228822