Nach dem Gammelfleischfund in Thüringen: Schwarze Schafe zeigen auch im Freistaat Notwendigkeit zu verbesserter Prävention durch höhere Kontrolldichte
Bessere Ausstattung der Verbraucherzentralen gefordert
Zu den am Donnerstag in einem Gothaer Großmarkt festgestellten großen Mengen von überlagertem und vermutlich verdorbenem Fleisch erklärt Katrin Göring-Eckardt, Landessprecherin der Thüringer Grünen:
„Auch in Thüringen gibt es Hersteller und Händler, die skrupellos auf Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die Verbraucher setzen. Das ist erschreckend. Es zeigt, dass auch bei uns kein Weg daran vorbeiführen kann, endlich hohe Standards bei Kontrollen und Sanktionierung zu setzen. Die Kontrolldichte reicht nicht aus, um schwarze Schafe vom Markt fernzuhalten. Das muss nun auch der zuständige Minister Zeh erkennen und kann sich nicht mehr mit Zahlenspielchen zufrieden geben, wonach in Thüringen alles bestens sei. Durch ein Rotationsverfahren bei Kontrolleuren lassen sich private und wirtschaftliche Interessenkollisionen und Verflechtungen besser ausschließen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Das Land hat dabei durch die Kommunalisierung der Lebensmittel-überwachung die Weichen in die falsche Richtung gestellt.
Neben einer verbesserten Kontrolle durch Kommunal- und Landesebene fordern wir die Landesregierung auf, verunsicherten Verbrauchern endlich wieder funktionierende Beratungsmöglichkeiten anzubieten. Spätestens jetzt rächen sich die massiven Kürzungen bei den Verbraucherzentralen, die dazu geführt haben, dass selbst die Erfurter Geschäftsstelle kaum noch Beratungsleistungen anbieten kann. Während nicht ausgeschlossen werden kann, dass verdorbene Fleischprodukte in den Handel gelangt sind, gibt es praktisch kaum noch wirkungsvolle Aufklärungsarbeit.“
Für Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Tobias Franke-Polz, 0177-5228822