PM Nr.102/06 vom 28.09.2006

Tag des Kaffees – Fair Trade außen vor?

Katrin Göring-Eckardt plädiert für bessere Förderung von fairem Handel

Am Freitag, den 29. September 2006, findet in Deutschland zum ersten Mal der Tag des Kaffees statt. Dazu lädt der Deutsche Kaffeeverband ein. Bundesweit werden Aktionen stattfinden, in Thüringen beteiligen sich sämtliche Tchibo-Filialen und Blume 2000.

Die bündnisgrüne Landessprecherin Katrin Göring-Eckardt sagt dazu: „Aktionstage haben die Chance, auf Probleme aufmerksam zu machen. Das passiert am Tag des Kaffees leider nicht.“ So wollen die Initiatoren über Kaffee aufklären, versäumen es jedoch, auf die Situation der Kaffeebauern in Mittelamerika und Afrika einzugehen. Der Preisverfall der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Verschlechterung ihrer Lage geführt. Ziel von Fair-Trade-Produkten ist es, dass die Bauern aus eigener Kraft ihr Überleben sichern können. Dies gelingt jedoch nur mit Preisen, die über den bloßen Produktionskosten und damit auch über dem jetzigen Weltmarktniveau liegen. Immer noch liegt der Marktanteil für fair gehandelten Kaffee in Deutschland bei 1%, währenddessen er in Großbritannien schon auf 20% gestiegen sind. „Der Deutsche Kaffeeverband muss stärker auf diese Entwicklungen eingehen und sich für eine faire Bezahlung der Produzenten einsetzen, anstatt alleine auf eine Imagekampagne von nicht fair-gehandeltem Kaffee zu setzen.“

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