Da helfen weder Arzt noch Apotheker – großer Wurf entpuppt sich als Farce
Astrid Rothe-Beinlich: Nur ein Neubeginn kann die Gesundheitsreform retten
„Wenn heute Abend ein Ergebnis verkündet wird, dann nur, weil man eins verkünden muss“, zeigt sich Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, überzeugt.
„Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die großkoalitionäre Gesundheitsreform völlig vermurkst wurde. Der Versuch, den großen Wurf zu machen, ist gründlich in die Hose gegangen. Einzig ein Neustart kann die Gesundheitsreform noch retten“, so Astrid Rothe-Beinlich weiter.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern CDU und SPD deshalb eindringlich auf, zur Sachpolitik zurückzukehren, um das Gesundheitswesen gesunden zu lassen statt kaputt zu deformieren.
„Ein Gesundheitsfond inklusive kleiner Kopfpauschale wird die Finanzierung der Krankenversicherung weder transparenter noch nachhaltiger machen. Die zu erwartenden Formelkompromisse dienen dabei maximal zur Gesichtswahrung der Regierung – bringen aber weder mehr Solidarität noch mehr Wettbewerb“, fährt Landessprecherin Rothe-Beinlich fort.
Greift der ungesunde Mix, braucht es dringend Sofortmaßnahmen, um zu verhindern, dass die Beiträge der Versicherten ins Uferlose steigen. Unbedingt erforderlich ist zudem, dass die Steuerzuschüsse an die gesetzliche Krankenversicherung in voller Höhe erhalten bleiben. „Wirkliche Größe wäre, wenn die Regierung ihr Scheitern eingestehen und noch einmal von vorn beginnen würde“, meint die grüne Landessprecherin. „Deshalb unser Aufruf an Thüringens Ministerpräsident Althaus: Nutzen Sie ihren guten Draht zur Bundeskanzlerin. Werben Sie für einen Neustart - im Sinne einer zukunftsfähigen Gesundheitsreform“, schließt Astrid Rothe-Beinlich.
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