Grüne unterstützen SPD-Vorschläge für Kulturraumfinanzierung
Katrin Göring-Eckardt: „Gerechter Kulturlastenausgleich darf nicht zu einem Rückzug des Landes führen“
Der Thüringer Landtag berät in dieser Woche über die Möglichkeit einer Kulturraumfinanzierung in Thüringen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich schon seit langem für eine feste Verankerung von Kultur als Pflichtaufgabe und eine gerechte Lastenverteilung bei der Förderung von Kultur ein.
Katrin Göring-Eckardt, Landessprecherin der Thüringer Grünen, erklärt dazu: „Ein Kulturraumgesetz nach sächsischem Vorbild wird von uns schon lange auch für Thüringen gefordert. Wir sehen in einer Kulturraumfinanzierung eine Möglichkeit der Stärkung von kulturellen Angeboten vor Ort. Das derzeitige Finanzierungsmodell kommunaler Kultur macht es Kommunen leicht, sich aus Verantwortung für Kultur zurückzuziehen. Dabei wird immer auch auf das Ungleichgewicht hingewiesen, dem sich größere Kommunen bei der Finanzierung von Kulturangeboten ausgesetzt sehen. Während Umlandgemeinden an Kulturangeboten partizipieren, ruht die Finanzierungslast auf anderen. Dieser unbefriedigende Zustand muss beendet werden.
Wir sind überzeugt, dass mit einem modernisierten Finanzierungsmodell, aber auch mit der Verankerung von Kultur als kommunale Pflichtaufgabe, eine Ungerechtigkeit beseitigt wird und gleichzeitig kulturelle Angebote neue Perspektiven bekommen.
Ein so gerechteres Finanzierungsmodell darf jedoch nicht dazu führen, dass sich das Land weiter aus seiner Veränderung stiehlt. Der Protest gegen die völlig unverhältnismäßigen Kürzungspläne bei unseren Theatern und Orchestern wird weitergehen und von uns in jeder Form unterstützt. Statt bornierter Verwaltermentalität brauchen wir kreative Konzepte für die Zukunft von Thüringens Kultur. Kulturraumfinanzierung ist ein Beispiel dafür.“
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