PM Nr.142/07 vom 09.08.2007

Klimasau des Monats August: Der CDU-Kreisvorsitzende Norbert Hein aus Gera

Klimasau des Monats August: Der CDU-Kreisvorsitzende Norbert Hein aus Gera

Werben für Ökostrom sei eine „Bevormundung der Verbraucher“

Die Thüringer Grünen verleihen im August Norbert Hein, dem CDU-Kreisvorsitzenden aus Gera, die Klimasau des Monats. Mit seinen Äußerungen gegen Ökostrom hatte er die Verwunderung Vieler hervorgerufen.

Zuvor hatte der grüne Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer bei einem Besuch in Gera für den Wechsel zu Ökostromanbietern geworben. Hauptgrund: Nach der letzten Preiserhöhung müssen Geraer bis zu 10,5 Prozent mehr für ihren Strom zahlen – der noch dazu zu 67 Prozent aus fossilen Trägern und 17 Prozent aus Atomkraft gespeist wird. Mit einem Wechsel zur ökologischen Alternative können die Bürger und Bürgerinnen Geras dagegen zwischen 23,26 Euro und 124,50 Euro pro Jahr sparen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Dieses Werben war allerdings sehr zum Unmut des CDU-Kreisvorsitzenden. Er meinte, man würde damit dem Standort Gera schaden. Das alles wäre „populistisches Werben“ und „Bevormundung der Verbraucher“. Die hohen Preise und der unökologische Strommix sind für ihn “verbraucherfreundlich, wirtschaftlich und ökologisch ausgewogen“.

Für die Grünen ist das eine Verdrehung der Tatsachen – zumal der lokale Energieversorger EGG nach der Aktion bekannt machte, noch in diesem Jahr ein eigenes Ökostromprodukt anzubieten. „Wir Geraer Grünen werden die ersten sein, die dafür die Werbetrommel rühren,“ sagt dazu der grüne Kreissprecher Eugen Weber und ergänzt: „Der CDU Gera ist zu wünschen, dass sie die berechtigten Bedürfnisse der Verbraucher nicht aus den Augen verliert."


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