Aktionstag gegen die Werraversalzung durch K+S in fünf Bundesländern
Astrid Rothe-Beinlich protestiert in Lindewerra und Hannoversch-Münden
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen beteiligen sich am kommenden Sonntag, den 26. August, aktiv am länderübergreifenden Aktionstag gegen die Versalzung von Werra und Weser.
Die Kali+Salz AG beabsichtigt mit einer ca. 60 km langen Rohrleitung jährlich 500 000 Kubikmeter salzhaltige Lauge von ihrem Kaliwerk bei Fulda in die Ulster zu leiten, die direkt hinter der thüringischen Landesgrenze in die Werra fließt. Davon sind Werraanlieger in fünf Bundesländern betroffen.
"Die Auswirkungen sind außer in Thüringen und Hessen auch in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen und sogar in Bremen zu spüren. Selbst Hunderte Kilometer hinter den Einleitungsstellen werden die von der EU empfohlenen Grenzwerte in einem unvorstellbaren Ausmaß überschritten - und sind daher nicht nur ein lokales Problem. Der Gewässerschutz ist eine länderübergreifende Aufgabe, auch wenn hessische Genehmigungsbehörden über die Einleitung befinden", beschreibt Astrid Rothe-Beinlich, Bundesvorstandsmitglied und Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen ihre Motivation zum erneuten Protest.
"Unser Anliegen ist es, dass Werra und Weser endlich wieder Süßwasserflüsse werden. Auf dem Weg dahin konnten wir schon einige Meilensteine setzen. So haben wir mit der Witzenhäuser Erklärung Anfang des Jahres vereinbart, uns in allen betroffenen Bundesländern dafür einzusetzen. Im März fand zudem auf Antrag der hessischen Grünen eine gemeinsame Umweltausschusssitzung der betroffenen Landtage in Kassel statt. Am 2.Juni gelang es zudem im Hessischen Landtag alle Fraktionen dafür zu gewinnen, dass die Grenzwerte ab 2012 sinken müssen und ab 2020 keine Salzlaugeneinleitung mehr stattfinden darf", so Astrid Rothe-Beinlich weiter.
"Wir fordern die Genehmigungsbehörde auf, den 1942 festgelegten Grenzwert schrittweise abzusenken und die Einhaltung dem Unternehmen verbindlich vorzuschreiben. Der geforderte öffentlich-rechtliche Vertrag zur Reduzierung der Salzbelastung muss endlich abgeschlossen werden. Ein Runder Tisch unter Beteiligung der Umweltverbände und der Anrainerländer soll zudem gemeinsame Strategien und einen konkreten Zeitplan zur Verringerung der Salzbelastung erarbeiten", stellt Astrid Rothe-Beinlich klar.
Am Sonntag, den 26. August sind vielfältige Aktionen geplant, um auf dieses unverantwortliche Vorhaben und den Zustand von Werra und Weser aufmerksam zu machen. In fünf Bundesländern, entlang von Werra und Weser, werden an diesem Sonntag auch prominente Radfahrer unterwegs sein.
Auch die Eichsfelder Grünen haben dazu einen Infostand in Lindewerra, in Höhe des Lindenhofes, in der Nähe der Brücke, am Radweg von 12-14 Uhr angemeldet, der von Astrid Rothe-Beinlich unterstützt wird.
Gegen 12 Uhr wird die Grünenpolitikerin mit dem Rad aus Richtung Bad Sooden-Allendorf in Lindewerra erwartet. Von dort geht es dann um ca. 13:30 Uhr per Rad weiter zur Abschlussveranstaltung in Hann. Münden, wo Astrid Rothe-Beinlich und auch der ehem. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (MdB Göttingen) sowie die grünen Landes- und Fraktionsvorsitzenden der beteiligten Landesverbände erwartet werden. Die Abschlussveranstaltung beginnt gegen 16.30 Uhr.
Weitere Informationen zum Aktionstag finden Sie hier:
http://www.gruene-werra-meissner.de
Lutherstraße 5 - 99084 Erfurt
Tel.: 0361-576500
Fax: 0361-5765035