Grüne befürworten Abrücken von umstrittenen Plänen durch Innenminister Wolfgang Schäuble
Astrid Rothe-Beinlich: Mehr Waffen in Privatbesitz stehen nicht für mehr Sicherheit!
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen sprechen sich klar und deutlich gegen die Lockerung des Waffenrechts aus und befürworten das Abrücken des Bundesinnenministeriums von den umstrittenen Plänen, die Altersgrenze auf 18 Jahre zu senken.
"Die Aussage, dass durch die Verschärfung des Waffenrechts nach dem Massaker am Erfurter Gutenberggymnasium kein messbarer Sicherheitsvorteil gewonnen wurde, muss manchem wie Hohn vorgekommen sein. Dies nun auch noch als Begründung zu nutzen, um Sportschützen unter 21 Jahren zu ermöglichen, großkalibrige Waffen zu kaufen und zu Hause aufzubewahren, dient allein der Waffenindustrie und falsch verstandener Liberalität. Derartige Waffen haben zu Hause nichts zu suchen", ist Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, überzeugt.
"Es bleibt völlig unverständlich, welche Beweggründe das Bundesinnenministerium dazu antrieb, in dieser Richtung aktiv zu werden. Für uns steht fest, dass mehr Waffen in privater Hand ganz bestimmt nicht für mehr Sicherheit sorgen. Je mehr Waffen im Umlauf sind, desto höher ist natürlich auch die Gefahr, dass sie benutzt werden", stellt Astrid Rothe-Beinlich unmissverständlich klar.
"Man kann doch nicht auf der einen Seite über ein Verbot von sogenannten "Ballerspielen" nachdenken, Generalverdachte via Online-Durchsuchungen gegen die gesamte Bevölkerung aussprechen und gleichzeitig den Zugang zu scharfen Waffen vereinfachen. Wer ernsthaft an einer Entmilitarisierung der Gesellschaft und friedlicher Konfliktlösung interessiert ist, kann zu derartigen Gesetzesvorhaben nur NEIN sagen", schließt die Grünenpolitikerin.
Stefanie Dolling
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