PM Nr.152/07 vom 13.09.2007

Göring-Eckardt: Landesregierung gefährdet grundlos kulturellen Nachwuchs

Nach dem Willen der Landesregierung sollen Musikschulen, Jugendkunstschulen und öffentliche Bibliotheken zukünftig nicht mehr direkt sondern aus den Töpfen der Kommunen gefördert werden. Die  betroffenen Einrichtungen wehren sich jetzt und wollen,  dass sie auch weiterhin wie bisher unterstützt werden.

"Die Landesregierung hat kein Konzept für die Kultur in Thüringen: Wieder bedroht man bewährte Institutionen ohne jegliche Notwendigkeit. Die geplante Vergabe der Mittel über den Finanzausgleich bringt dem Land keinerlei Einsparungen, sondern – und zwar völlig berechtigt –  wütende Proteste" sagt Katrin Göring-Eckardt, Landesprecherin der Thüringer Grünen.

"Die Landesregierung hat wahrscheinlich nicht verstanden, dass die Thüringerinnen und Thüringer um  ihre Kultur kämpfen. Mit dem Umgang wird wieder deutlich, dass diese Regierung keine Vorstellung vom Wert der Kultur hat: Wie schon bei den Theatern fehlt auch jetzt jede Sensibilität und erfolgreiche Projekte der Kinder- und Jugendarbeit werden ohne erkennbaren Grund gefährdet."

Wenn die Mittel zukünftig mit dem Länderfinanzausgleich über das ganze Land verteilt werden, käme bei den einzelnen der jetzt geförderten Institutionen weniger an.

"Das Prinzip Gießkanne würde die Chancen für den kulturellen Nachwuchs erheblich beeinträchtigen und das Kulturland Thüringen wieder ein paar Kratzer mehr abbekommen" fügt Göring-Eckardt hinzu und ergänzt: "Ich bin froh, dass wir so aktive Bürger haben, die für ihre Kultur kämpfen. Sie sind gut aufgestellt und werden sich weiter engagieren. Meine Unterstützung haben  sie."


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