Grüne drängen auf Verpflichtung von K+S zum Pipelinebau in die Nordsee
Astrid Rothe-Beinlich: Salzbelastung muss umgehend ein Ende haben!
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen ausdrücklich die Forderung des BUND, die andauernde Versalzung der Werra und des Grundwassers durch Kali+Salz sofort zu stoppen.
Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:
"Es ist erfreulich, dass sich sogar Umwelt-Staatssekretär Baldus in Dankmarshausen für eine Ableitung der Kaliabwässer in die Nordsee ausgesprochen hat. Wenn jetzt schon nachweislich Trinkwasser-Brunnen in Mitleidenschaft gezogen sind, dann liegt es auf der Hand, dass die Versalzung durch Kali+Salz umgehend gestoppt werden muss.
Die Auswirkungen der Versalzung aufgrund der Einleitung in die Werra und die Verpressung von Salzlauge im Umland sind bereits gravierend zu spüren. Der versalzene Notfallbrunnen Kohlbach 2 im Werratal ist dafür nur ein Beleg, weiteren Brunnen im Wirkungsbereich von Kali+Salz droht das gleiche Schicksal.
Diese Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt muss ein Ende haben! Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, verbindlich festzuschreiben, dass die Lauge künftig nicht mehr im Umland entsorgt werden darf und Kali+Salz verpflichtet werden, eine Pipeline zur Nordsee zu bauen. Nur so kann der Lebensraum Werra tatsächlich wieder hergestellt und die Werra wieder zu einem Süßwasserfluss werden."
Stefanie Dolling
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