PM Nr.200/07 vom 18.12.2007

NPD-Vorsitzender wirbt als Pro Kid e.V. um Spenden für sozial Benachteiligte

Astrid Rothe-Beinlich: Den Rechtsextremen nicht auf den Leim gehen!

Eines muss man Kai Uwe Trinkaus, Kreisvorsitzender der NPD in Erfurt lassen: er ist erfinderisch. Seit neuestem wirbt er mit Postwurfsendungen als Vorsitzender des Pro Kid e.V. um Spenden für Alleinerziehende und sozial Benachteiligte.

Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:

"Die NPD und ihre Methoden untergraben immer wieder ehrenamtliches Engagement. Kai Uwe Trinkaus fordert derzeit mit einer Postwurfsendung die Bürgerinnen und Bürger zu Spenden auf, die angeblich Alleinerziehenden zugute kommen sollen, welche sich in schwieriger finanzieller Lage befinden.

Für uns ist klar: hier ist der Wolf im Schafspelz unterwegs. Auch wenn hier scheinbar für einen guten Zweck gesammelt wird: Rechtsextreme versuchen verstärkt, Einfluss in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu erlangen. Aufklärung ist hier oberstes Gebot. Immerhin ist der Vorsitzende dieses wohlklingenden Vereins Erfurts bekanntester Neonazi. Auch die Art und Weise, wie mit handbeschriebenen Überweisungsträgern um Hilfe gebeten wird, muss zu denken geben. Wir rufen dazu auf, diesem Verein keine Spende zukommen zu lassen. Schlimm eigentlich, dass man so genau hinschauen muss, um den Nazis nicht auf den Leim zu gehen."


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