Grüne fordern von Landwirtschaft erkennbaren Beitrag zum Klimaschutz
Frank Augsten: Ökolandbau ist wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Klimapolitik
Kurz vor Beginn der Grünen Woche in Berlin weist der Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Dr. Frank Augsten, auf den Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimaschutz hin und fordert auch von ihr einen erkennbaren Beitrag.
"Die Landwirtschaft setzt 15 % der Gesamtemissionen anklimawirksamen Gasen frei. Dabei werden neben CO2 auch die besonders wirksamen Spurengase Distickstoffoxid (Lachgas), Ammoniak und Methan emittiert. Hauptursachen hierfür sind der Viehbestand, der Einsatz von Gülle- und Mineraldünger sowie der allgemeine Energieverbrauch der Landwirtschaft", stellt Dr. Frank Augsten klar.
"Der Umstellung auf ökologischen Landbau kommt aus Sicht einer zukunftsfähigen Klimapolitik eine Leitbildfunktion zu. Ökolandbauwird gekennzeichnet von weitgehend geschlossenen Betriebskreisläufen, den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie einen geringeren Tierbesatz. Ökolandbau selbst trägt somit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz bei", so Dr. Frank Augsten weiter.
"Die Landwirtschaft ist nicht nur Mitverursacher der Klimawandels, sie ist auch in ganz besonderer Weise vom Klimawandel betroffen. Mit dem Klimawandel verbunden sind unter anderem lange und intensive Hitze- und Dürreperioden, Starkregen mit Bodenabschwemmungen, neue Pflanzenschädlinge und Pflanzenkrankheiten. Angesichts dieser Schäden wäre die Landwirtschaft gut beraten, der Beschleunigung des Klimawandels durch die Reduktion der eigenen Triebhausgase entgegen zu wirken. Um dafür Anreize zu schaffen, fordern wir eine konsequente Förderung der Umstellung auf Ökolandbau auch in Thüringen", schließt Augsten.
Mario Amling
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