Welteiertag: Kleingruppenhaltung ist keine Alternative zur Käfighaltung!
Dr. Frank Augsten: Kauf kein Ei mit einer 3
Zum heutigen Welteiertag erklärt der Landessprecher der Thüringer Bündnisgrünen und Agrarexperte, Dr. Frank Augsten:
Käfighaltung bedeutet für Legehennen Tierquälerei und ist wirtschaftlich unvernünftig. Auch die Kleingruppenhaltung stellt keine Alternative dar. Jedes Tier hat dabei nach Angaben des Deutschen Bauernverbands (DBV) 890 Quadratzentimeter Platz, das entspricht etwa der Größe eines Aktendeckels.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben heute schon die Möglichkeit, Tierschutz mit dem Einkaufskorb zu betreiben. Die Supermarktkette "tegut" war die erste, die Eier aus Käfighaltung aus ihren Bestand genommen hat. Wie fordern den Einzelhandel auf, keine Eier mit der Kennzeichenziffer 3 anzubieten und somit aktiv den Tierschutz zu unterstützen.
Eigentlich wollte Deutschland Vorreiter in der EU sein, so darf es ab nächsten Jahr in Deutschland keine Eier mehr aus der klassischen Käfighaltung geben. Doch viele Eierproduzenten haben anstatt auf Freiland-, Boden- oder Ökolandbau zu setzen, auf die sogenannte Kleingruppenhaltung umgerüstet. Die Kleingruppe ist und bleibt ein Käfig, in der die Tierquälerei unverändert anhält. Zukunftsfähige Produktion von Eiern muss auf Qualität, Transparenz und Tier- und Verbraucherschutz setzen.
Wer sicher gehen will, dass seine Eier oder beispielsweise Vollei-Nudeln von glücklichen Hühnern stammen, sollte zu Bio-Produkten greifen. Bei Öko-Betrieben sind Freilandhaltung und Bio-Futter vorgeschrieben.
Mario Amling
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