PM Nr.272/08 vom 25.11.2008

Kein Schnitt ins Leben

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, Mitglied im Bundesvorstand und Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN:

BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN beteiligen sich wieder an der Fahnenaktion von Terre des Femmes und zeigen Flagge gegen jegliche Gewalt gegen Frauen.

Unabhängig davon, ob Gewalt im öffentlichen Raum oder im häuslichen Umfeld verübt wird, ob es um Ehrenmorde, Zwangsprostitution oder Menschenhandel geht, wir stehen ohne wenn und aber für das Recht der Frauen auf körperliche Unversehrtheit . Deshalb unterstützen wir ausdrücklich Terre des Femmes und die Kampagne gegen Genitalverstümmelung "Kein Schnitt ins Leben", die dieses Jahr am 25. November gestartet wird.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich nachdrücklich dafür ein, dass Genitalverstümmelung endlich als eigener Straftatbestand der schweren Körperverletzung ins Strafgesetzbuch aufgenommen wird. Genitalverstümmlung darf nicht mehr als einfache Körperverletzung mit einer Ohrfeige gleichgesetzt werden. Leider ist hier die Bundesregierung bisher nicht zum Handeln bereit.

Gemeinsam mit Terre des Femmes fordern wir darüber hinaus eine umfassende Aufklärung. Notwendig sind mehrsprachige Informationsmaterialien für Migrantinnen, die über die Folgen genitaler Verstümmelung und die Rechtssituation in Deutschland aufklären. Genitalverstümmelung muss zudem Bestandteil der medizinischen Aus- und Fortbildung werden, so dass Ärztinnen und Ärzte verstärkt für dieses Thema sensibilisiert werden. Außerdem fordern wir, dass Frauen vor geschlechtsspezifischer Verfolgung geschützt werden und nicht in Länder abgeschoben werden, wenn ihnen dort Genitalverstümmelung droht.

Für uns steht fest, Frauenrechte sind Menschenrechte: bei uns und weltweit!


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Mario Amling
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