Grüne: Böden besser schützen
Dr. Frank Augsten: Boden als ein kostbares Gut mehr ins Bewusstsein heben
Zum morgigen Tag des Bodens erklärt der Landessprecher der Thüringer Bündnisgrünen, Dr. Frank Augsten:
"Derzeit wird Bodenschutz von vielen umwelt- und agrarpolitischen Entscheidungsträgern nicht wirklich ernst genommen. Unzählige Hektar Boden werden tagtäglich versiegelt, als Müllplatz missbraucht, mit Schadstoffen belastet und der Erosion ausgeliefert", kritisiert der Landessprecher der Thüringer Bündnisgrünen den Umgang mit dem Schutzgut Boden.
"Unsere Böden weisen seit Jahren einen Trend zur Verschlechterung auf. So ist die Flächenversiegelung trotz vielfältiger Bekenntnisse nicht eingedämmt worden. Anstatt Instrumente zur Verminderung des Flächenverbrauchs und des Flächenrecyclings voranzutreiben, ist auch in Thüringen eine Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche um 0,5 Prozent auf 9,1 Prozent im vergangenen Jahr zu verzeichnen", gibt Frank Augsten zu bedenken. Der tägliche Flächenverbrauch lag im Jahr 2007 rein rechnerisch bei 2,0 Hektar und war damit höher als im Vorjahr 2006 mit 1,6 Hektar.
"Wir müssen unsere Böden besser schützen! Für Wasser und Luft gibt es umfassende Regelungen, weil der Mensch sehr schnell am eigenen Leibe die Auswirkungen spürt. Im Boden sammeln sich aber seit Jahren weitgehend unbeachtet immer mehr Schadstoffe an. Selbst in natürlichen Bereichen wie dem Waldboden sind kritische Grenzen bereits erreicht. Der Schadstoffspeicher Boden beginnt überzulaufen. Es besteht dringender Handlungsbedarf", gibt der Landessprecher zu bedenken und betont abschließend: "Thüringen sollte sich für eine Reform des Bundesbodenschutzgesetzes im Bundesrat stark machen. Besonders der vorsorgende Bodenschutz spielt im bisherigen Gesetz nur eine untergeordnete Rolle, bleibt unkonkret und wenig verbindlich."
Mario Amling
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