PM Nr.292/08 vom 12.12.2008

Grüne kritisieren Wirrwarr bei der Hochschulzulassung

Co-Pierre Georg: Einfachere Hochschulzulassung macht Verwaltungskosten unnötig

Zur gestrigen Überarbeitung des Thüringer Hochschulzulassungs- und zugangsrechts erklärt Co-Pierre Georg, Jugend- und Hochschulpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

"Anstatt die Hochschulzulassung für Studierende zu erleichtern, hat die Landesregierung mit ihrem gestrigen Beschluss zum Hochschulzulassungsgesetz das genaue Gegenteil getan. Das Fazit der Novelle: mehr Verwaltungskosten für die Studis und mehr Arbeit für die Hochschulen. Dabei bleiben in Thüringen immer noch Studienplätze unbesetzt. Denn viele Studierende bewerben sich an mehreren Hochschulen gleichzeitig, um so ihre Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen. Für die Hochschulen entsteht durch die lokalen Auswahlverfahren ein hoher  bürokratischer Aufwand, dem sich auch die Lehrenden nicht entziehen können. Statt exzellenter Forschung und Lehre gibt es so nur exorbitanten Frust über zu viel Bürokratie. Besser wäre es, wenn sich die Landesregierung für ein deutschlandweites Serviceangebot zur Hochschulzulassung einsetzt und so die Bürokratie an den Thüringer Hochschulen abbaut. Durch eine vereinfachte, bundesweite Hochschulzulassung wären auch die in Freistaat erhobenen Verwaltungskosten überflüssig. Auf diese Weise würden Studierende zur Aufnahme eines Studiums motiviert und Lehrende könnten sich stärker auf ihre Aufgaben in Forschung und Lehre konzentrieren."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen lehnen Studiengebühren grundsätzlich ab und sehen sich durch die aktuellen Ergebnisse des Thüringenmonitors, wonach die Mehrzahl der Thüringerinnen und Thüringer diese Ablehnung teilt, in ihrer Haltung bestätigt.


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