Unser Mitgefühl gilt allen Verwandten, Bekannten, SchülerInnen und LehrerInnen
Astrid Rothe-Beinlich: Waffen haben in privaten Haushalten nichts zu suchen
Zu dem furchtbaren Amoklauf an einer Realschule in Winnenden, bei dem 15 Menschen getötet wurden, erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:
"Unser tiefes Mitgefühl gilt allen, die diese Bluttat miterleben mussten, davon betroffen sind oder einen geliebten Menschen verloren haben. Respekt zudem allen vor Ort, die umgehend umsichtig handelten und noch Schlimmeres verhinderten. Erinnerungen an eine ähnliche Tat in Erfurt im April 2002 werden wach, die bis heute schmerzen. Die Betroffenen brauchen nun vor allem Ruhe und Raum, um mit dem Erlebten fertig zu werden.
Zudem warnen wir vor schnellen Versprechen, die absolute Sicherheit vorgaukeln. Schulen sollen und können keine Hochsicherheitstrakte werden. Vielmehr machen wir uns erneut für die dauerhafte Implementierung von Psychologen an den Schulen stark - nicht erst, wenn etwas geschieht. SchülerInnen wie LehrerInnen brauchen kontinuierlich verlässliche AnsprechpartnerInnen vor Ort, um Probleme thematisieren zu können. Es gilt einander und aufeinander zu achten, wie es schon Johannes Rau nach der Bluttat im Gutenberggymnasium in Erfurt einforderte.
Auch gehört aus unserer Sicht das Waffenrecht erneut auf den Prüfstand. Waffen töten und haben in privaten Haushalten nichts zu suchen."