PM Nr.124 vom 04.05.2009

Grüne fordern: K+S angemessen an den Kosten für ihre Umweltzerstörung beteiligen!

Werrabeauftragter Richard Janus hält die Ausweitung des Handels mit "Verschmutzungsrechten" für eine sinnvolle Maßnahme.

Der Leiter des "Runden Tisches" zur Werraversalzung, Prof. Borchardt, bewertet die von K+S angekündigten Maßnahmen zur Verringerung der Salzbelastung als unzureichend, um eine deutliche Gewässerverbesserung von Werra und Weser zu erreichen. Dass weiterhin kurzfristige Profitgier über alle Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens gestellt wird, zeigt, dass K+S die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat.

"Gewinnmaximierung und das Wachsen über die eigenen Verhältnisse hinaus, haben ein Unternehmen mit langer Tradition, wie K+S, nicht groß gemacht", stellt der Werrabeauftragte der Thüringer Grünen, Richard Janus, fest. "Die unternehmerische Verantwortung endet nicht mit den Quartalszahlen. Es scheint so, dass das Verkünden immer neuer Rekordgewinne zu einer Sucht geworden ist. Dies hat mit einem wirtschaftlichen Handeln, das auf Dauer angelegt ist, nichts zu tun. Mit dem "Green New Deal" geben wir Grüne übrigens Leitlinien für nachhaltiges Wirtschaften und Wege aus der Krise."

Beim Blick auf die Verbrauchsabrechung oder die Nebenkostenrechnung kann jede Bürgerin und jeder Bürger sehen, welche Kosten für Abwasser und Müll berechnet werden. Was für die VerbraucherInnen gilt, findet in der Wirtschaft keine entsprechende Anwendung. So werden die BürgerInnen, wenn sie die Umwelt verunreinigen, zur Verantwortung gezogen. Vielfach müssen sich große Unternehmen darum keine Sorgen machen.

"Der Handel mit Emissionszertifikaten, um unser Klima zu retten, ist bisher nur halbherzig ein- und durchgeführt worden. Was wir brauchen, ist die Ausweitung dieses Handels mit sogenannten "Verschmutzungsrechten" auf alle Bereiche mit angemessenen Preisen", fordert Janus. "Dies wäre eine sinnvolle Möglichkeit, das Verursacherprinzip direkt anzuwenden. Wer die Umwelt belastet und zerstört, soll dafür auch die Kosten übernehmen und nicht auf die Allgemeinheit abwälzen. Dann würde sich K+S sehr genau überlegen, wie es mit der Gesundheit der Menschen im Werratal umgeht."


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