Grünes Spitzengespräch mit der LIGA für Freie Wohlfahrtspflege

LIGA für Freie Wohlfahrtspflege

Grünes Spitzengespräch mit der LIGA für Freie Wohlfahrtspflege

Am 20.Mai 2009 trafen sich die Spitzen der LIGA für Freie Wohlfahrtspflege in Thüringen mit Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin und Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen zum Gespräch im Vorfeld der anstehenden Wahlen.

Die LIGA wurde durch Oberkirchenrat Grüneberg und Frau Weiher von der Diakonie Mitteldeutschland, Herrn Heller vom Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V., Reinhard Müller vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Thüringen, Frau Rösner vom DRK und die Herren Schwiefert und Köpke von der LIGA vertreten.

Erste Themenschwerpunkte der zweistündigen Beratung waren die künftige Sozialplanung und die Forderung der LIGA nach einem Demografischen Kompetenzzentrum sowie die Kita-Kampagne "6 Minuten sind zu wenig". Einig waren sich alle TeilnehmerInnen, dass sich die Rahmenbedingungen in Thüringer Kitas seit Inkrafttreten des ThürFamFöG 2006 massiv verschlechtert haben - insbesondere wegen der Umstellung des Personalschlüssels. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen hier umfänglich die Forderungen und Sichtweisen der LIGA: "2000 Stellen mehr sind das Gebot der Stunde, um den Anforderungen an Frühkindliche Bildung und individuelle Förderung gerecht zu werden" - so das einmütige Credo.

Weiteres Thema war die zunehmende Kinderarmut - hier wurde der Vorstoß der Grünen für eine bedingungslose Kindergrundsicherung in bedarfsdeckender Höhe ausdrücklich begrüßt und zudem das Streiten für Teilhabe und Existenzsicherung gleichermaßen als entscheidend herausgestellt.
Kritik gab es unisono an der Ausrichtung der Konjunkturpakete I und II der Bundesregierung und die fehlende Unterstützung von Menschen - sprich Investitionen in Beton statt Köpfe.
Die LIGA machte sich zudem für eine trägerneutrae Verteilung der Bundesmittel stark. Ziel muss sein, insbesondere Kitas sowie Schul- und Hochschulinfrastruktur - mit Schwerpunkt energetische Sanierung - in den Blick zu nehmen.
Weiterhin Thema waren die Chancen und Rahmenbedingungen für freie Schulen in Thüringen, zu denen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ohne wenn und aber stehen,  sowie die Erwachsenenbildung und die Altenpflege. Auch hier zeigten sich viele Übereinstimmungen und wurde sich gegenseitig bestärkt.

Alle TeilnehmerInnen vereinbarten eine weiterhin intensive Zusammenarbeit und einen regen Austausch und gegenseitige Unterstützung im Sinne eines sozialen Thüringens.

LIGA der Wohlfahrtsverbände

v.l. Bruno Heller (Caritas Bistum Erfurt), Antje Rösner (Deutsches Rotes Kreuz), Astrid Rothe-Beinlich, Kathrin Weiher (Diakonie Mitteldeutschland), Hans-Otto Schwiefert (LIGA), Eberhard Grünberg (Diakonie) und Reinhard Müller (Paritätische)

"Uns verbindet, dass wir allen Menschen Zugänge und Partizipation sowie bestmögliche Unterstützung zukommen lassen wollen, unabhängig davon, wo sie in Thüringen leben und welche Voraussetzungen sie individuell haben. Würde und Wertschätzung eines und einer jeden liegen uns am Herzen und ein Thüringen, welches Menschen zum hier leben, arbeiten und alt werden einlädt", so Astrid Rothe-Beinlich resümierend.