PM Nr.240 vom 17.08.2009

Dieter Althaus hebt völlig ab

Astrid Rothe-Beinlich und Dirk Adams: Statt Thüringen von oben zu bewundern, muss Dieter Althaus sich endlich dem demokratischen Wettstreit stellen!

Dieter Althaus befindet sich scheinbar im Dauereinsatz. Um von A nach B zu kommen, nutzt er gerne mal einen Hubschrauber samt Besatzung. Auf den Podien der Spitzenkandidaten zur Wahl taucht er jedoch nicht auf. Dazu erklären Astrid Rothe-Beinlich und Dirk Adams, SpitzenkandidatInnen zur Landtagswahl:

"Wir freuen uns, dass Dieter Althaus wieder voll einsatzfähig ist. Leider sieht man ihn jedoch auf keinem einzigen Podium der Spitzenkandidaten. Dort gibt es nur noch die Frage, wer heute wieder die Vertretung macht."

"Dass Dieter Althaus aber, wie am vergangenen Freitag auf der Wahlkampfstrecke Erfurt -- Haubinda -- Steinach -- Eisfeld (laut Artikel im Freien Wort "Blitzbesuch zum Bieranstich", 15.08.09) mit einem Hubschrauber unterwegs ist, kritisieren wir aufs Schärfste, noch dazu mit einem Polizei-Hubschrauber. Nicht nur, dass damit Gelder quasi in die Luft geblasen werden - ein Hubschraubertyp R 44 mit Pilot plus 3 Passagieren kostet pro Stunde um die 840 EUR plus Landegebühren - Dieter Althaus hebt im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr ab. Hinzu kommt die Frage, in welcher Funktion er da eigentlich durchs Land jettet. Ist er als Wahlkämpfer oder als Ministerpräsident unterwegs und wer zahlt für diese beispielhafte Teilnahme am Bieranstich. Seine Partei oder die SteuerzahlerInnen?", fragt Astrid Rothe-Beinlich.

"Hinzu kommt die völlig unnötige CO2-Belastung durch Hubschrauberflüge. Mit dem Hubschrauber pflegt der Noch-Ministerpräsident einen absolut klimafeindlichen Reisestil. Als Beispiel für den CO2-Ausstoß von Hubschraubern sei das beispielsweise im Rettungsflug verwendete Modell EC 135 herangezogen: Aus dem Treibstoffverbrauch von etwa 1/3 kg pro Kilowatt-Leistung und Kilometer bei Reiseflugleistung und -geschwindigkeit ergibt sich ein Treibstoffverbrauch von 56,8 kg oder 71 Liter pro 100 Kilometer und daraus ein CO2-Ausstoß von 1,83 kg pro Kilometer. Selbst die als Dienstwagen deklarierten Spritschleudern der Landesregierung wären hier noch ökologischer. Der Hubschrauberrundflug macht einmal mehr deutlich, wie wenig ökologisches Bewusstsein bei der Landesregierung und insbesondere bei Dieter Althaus vorherrschen", ergänzt Dirk Adams.

"Wer soll das bezahlen in Zeiten der Krise?", fragen sich die grünen SpitzenkandidatInnen.

"Diese Verschwendung von Ressourcen und Geldern im Freistaat Thüringen muss endlich ein Ende haben. Runter vom Thron! Deshalb: ALT RAUS - GRÜN REIN!", fordern Astrid Rothe-Beinlich und Dirk Adams.

"Weiterhin fordern wir Auskunft darüber, ob dieser Rundflug über Thüringen aus Steuergeldern, oder aus Parteigeldern finanziert wurde. Und wir fordern Auskunft darüber, wie oft der Ministerpräsident und die Landesregierung für Wahlkampfzwecke noch auf Hubschrauberflüge zurückgreifen. Das ist eine Frage des Rechnungshofs", so Astrid Rothe-Beinlich und Dirk Adams abschließend.


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