Grüne bei Kranzniederlegung und Gedenken an die Rosa Winkel Häftlinge im KZ Buchenwald
Astrid Rothe-Beinlich mahnt ein Ende der Diskriminierung an
Wie in jedem Jahr beteiligen sich auch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an der heutigen Gedenkveranstaltung für die Rosa Winkel Häftlinge im KZ Buchenwald. Astrid Rothe-Beinlich wird vor Ort einen Kranz niederlegen, um das Erinnern an die Gräueltaten der Nazis im Umgang mit Schwulen und Lesben für die Zukunft wach zu halten und dankt der AIDS-Hilfe Thüringen für die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung.
"Noch immer werden Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Identität angepöbelt oder angegriffen. Noch immer ist "schwule Sau" das häufigste Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen. Noch immer kommt es vor, dass insbesondere von konservativer Religiosität geprägte Familien ihre schwulen oder lesbischen Angehörigen verstoßen. Die Folgen: Schwule und Lesben haben Angst davor, sich in der Familie, der Schule oder am Arbeitsplatz zu outen. Für uns ist wichtig, dass sich niemand damit länger mit dieser Diskriminierung abfinden darf", gibt Astrid Rothe-Beinlich zu bedenken.
Weiterhin mahnte sie an, dass Lesben und Schwule auch nach der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaften benachteiligt sind.
"Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind noch lange nicht in allen Bereichen der heterosexuellen Ehe gleichgestellt. Die Diskriminierungen von Lesben und Schwulen im Adoptionsrecht oder im Steuerrecht sind nicht hinzunehmen und gehören endlich beseitigt. Hinzu kommt: Gerade Jugendliche brauchen in ihrer Coming-Out-Phase adäquate Angebote. Besonders im ländlichen Raum gibt es erheblichen Nachholbedarf. In diesem Zusammenhang sind Aufklärung und Information im Kampf gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender besonders wichtig. In einem Flächenland wie Thüringen kommt den Vereinen und Verbänden wie den Schulen besondere Bedeutung zu. Prägend sind für viele Jugendlichen ihre Erfahrungen in den Schulen und Vereinen. Hier muss konsequent gegen Diskriminierungen aller Art vorgegangen und Solidarität mit den Betroffenen geübt werden. Die staatliche Förderung von Sport- und anderen Vereinen muss im Bereich der Jugendarbeit auch an die Durchsetzung von Antidiskriminierungsarbeit gebunden werden", so Astrid Rothe-Beinlich weiter, die sich auch am gestrigen CSD in Erfurt beteiligt hatte.
"Liebe verdient Respekt. Wir stehen auch hier für die überfällige Anerkennung von Lebensrealitäten und für ein Ende der Diskriminierung. Dafür werden wir ab dem 30. August auch im Landtag konsequent streiten. ALT RAUS -- VIELFALT REIN", schließt die Grünenpolitikerin.
Stefanie Dolling
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