PM Nr.263 vom 03.09.2009

Biosphärenreservat Rhön: Thüringen braucht ein Konzept für mehr Kernzonen

Dr. Frank Augsten: Klares NEIN zur Rhöntrasse!

Anlässlich zur feierlichen Einweihung (Freitag, 04.09.09) der neuen Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön in der Propstei Zella, erklärt der Landessprecher der Thüringer Bündnisgrünen und zukünftiger Landtagsabgeordneter, Dr. Frank Augsten:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gratulieren der Gemeinde Zella zur Eröffnung des neuen Thüringer Verwaltungssitzes in den denkmalgeschützten Räumen der Propstei. Als grüne Fraktion werden wir das Biosphärenreservat Rhön umfassend in seiner Ausrichtung und Weiterentwicklung unterstützen. In diesem Zusammenhang lehnen wir den Bau der so genannten Rhönquerung (B 87n) von Meiningen nach Fulda entschieden ab. Ebenso fordern wir die Ausweisung von einen angemessenen Kernzonenanteil im Biosphärenreservat.

"Im 'Jahr der Biosphärenreservate' 2009 von Europarc Deutschland ist es höchste Zeit, dass Thüringen ein Konzept vorlegt, welches auch für den thüringischen Teil des Biosphärenreservates Rhön einen Kernzonenanteil von mindestens 3 Prozent garantiert. Nicht nur Bayern und Hessen, auch Thüringen ist in der Pflicht zu handeln. Neben der Betonung der Pflegezone im thüringischen Teil der Rhön besteht das Potenzial, weitere Flächen als Kernzonen auszuweisen", betont Frank Augsten und kritisiert: "Der Freistaat duldet seit der Ausweisung der Rhön als Biosphärenreservat 1991 ein deutlich ausgeprägtes Kernzonendefizit."

"Durch den Bau der Rhöntrasse würde die Rhön dem Transitverkehr geopfert. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser einmaliges Naturerbe zerstört wird und neue Probleme in die Region gezogen werden. Die Rhönquerung ist eine Kampfansage gegen die einmalige Natur, gegen den Tourismus dieser Region und gegen eine vernünftige Verkehrspolitik", unterstreicht Frank Augsten die Position des Landesverbandes.


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