Grüne begrüßen Verbot für "Fest der Völker" durch den Saale-Orla-Kreis
Astrid Rothe-Beinlich: "Da gibt es nur eins - sag NEIN"
Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises hat das für den 12. September von der NPD angemeldete "Fest der Völker" der NPD verboten. Dazu erklärt die Landessprecherin und gewählte Spitzenkandidatin der Thüringer Bündnisgrünen, Astrid Rothe-Beinlich:
"Wir begrüßen das Verbot dieses Nazispektakels durch den Saale-Orla-Kreis und kündigen unseren Widerstand an, falls das "Fest der Völker" an einem anderen Ort in Thüringen stattfinden soll. Unsere Zusage für das Fest der Demokratie am besagten Tag bleibt selbstverständlich bestehen. Wir werden mit unserem Stand vor Ort sein."
Astrid Rothe-Beinlich wird in der Zeit zwischen 14 und 15 Uhr eine Rede halten.
"Jahr für Jahr mobilisiert die NPD europaweit zum sogenannten "Fest der Völker" nach Thüringen und jedes Jahr stellen wir uns diesem Nazispektakel, das den Anschein eines völkerverbindenden Festes erwecken soll, entgegen. Das "Fest der Völker" ist in Wahrheit eine Zusammenkunft von Neonazis aus ganz Europa, die versuchen, hier in Thüringen für ihre menschenfeindlichen Ziele zu werben. Das lassen wir uns nicht gefallen und dazu werden wir niemals schweigen", so Astrid Rothe-Beinlich weiter.
"Thüringen braucht endlich ein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Dafür sind auch wir zur Landtagswahl an- und eingetreten und werden wir im Landtag um Mehrheiten werben.
Als zukünftige Fraktion im Thüringer Landtag werden sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in einer der ersten Sitzungen des Plenums für das überfällige Landesprogramm stark machen, auch um zu verdeutlichen, dass wir uns konsequent der NPD und anderen Rechtsextremen in den Weg stellen und zivilgesellschaftliche Initiativen verlässlich unterstützen.
Schließlich gilt zu bedenken, dass die NPD 4,3% der Stimmen erhielt und mit mehr als 20 Vertretern in Thüringens Kommunen aktiv ist. Da gilt es, Tag für Tag um jede Stimme für die Demokratie und demokratische Kräfte zu werben und den rechten Rattenfängern nicht länger das Feld zu überlassen", schließt die Grünenpolitikerin.
Mario Amling
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