Werraversalzung: Nordseepipeline weiterhin ernsthaft prüfen
Dr. Frank Augsten: Werra und Weser dürfen keine Abwasserkanäle für hessische und thüringische Abfälle bleiben
"Wer eine Nordseepipeline als möglichen Lösungsweg für nicht vermeidbarer Kaliabwässer ausschließt, gefährdet die Arbeitsplätze in der Kali-Industrie", kritisiert Frank Augsten die niedersächsische SPD und den Umweltminister Sander der niedersächsischen FDP. Hintergrund ist, dass die SPD in Niedersachsen einen Antrag in den Niedersächsischen Landtag eingebracht hat, der eine Laugenfernleitung an die Nordsee verhindern soll. Ebenso möchte Umweltminister Sander einer Fernleitung in die Nordsee nicht zustimmen.
"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen keinen Freibrief für K+S ausstellen, Laugenabwässer in beliebiger Menge in die Nordsee einleiten zu dürfen. Aus unserer Sicht ist ein Mix aus unterschiedlichen technischen Verfahren notwendig, um einen wirksamen und dauerhaften Schutz von Werra und Weser vor Kaliabwässern zu erzielen", erklärt Landessprecher Frank Augsten.
"Zur Sicherung des Grundwassers ist die Verpressung der Abwässer in den Untergrund umgehend zu beenden. Die Folgen der Verpressung sind heute schon deutlich spürbar", so Augsten weiter.
Da sich der Zustand von Werra und Weser verschlechtert hat, fordern wir einen Werra-Weser-Gipfel der Umweltausschüsse der Landtage der fünf betroffenen Länder (Thüringen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen).
Mario Amling
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