PM Nr.277 vom 18.09.2009

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die sofortige Freilassung von Michael Grolm

Der Berufsimker Michael Grolm aus Tonndorf sitzt für sein entschiedenes Vorgehen gegen genmanipulierten Mais weiterhin in Erzwingungshaft in der Haftanstalt Suhl-Goldlauter. Und das nun schon fast drei Wochen lang, für einen Strafwert von 1000 Euro bzw. für die ursprünglich angesetzten zwei Tage Haft. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen halten das Agieren der Justiz angesichts der Unverhältnismäßigkeit für einen Skandal und verlangen die sofortige Freilassung des Umweltaktivisten.

Während die Gentechnikindustrie offensichtig völlig unbeeindruckt von Gesetzen permanent Saatgut und Lebensmittel mit verbotenen Substanzen kontaminiert, werden Aktivisten, die sich zu Recht um die Umwelt und die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sorgen, gemaßregelt.

"Es klingt schon wie ein Stück aus dem Tollhaus, wenn jemand für etwas im Gefängnis sitzt, was nach der angeblichen Tat vom Gesetzgeber selbst legitimiert wurde", kritisiert der Gentechnikexperte und Landessprecher Dr. Frank Augsten das Vorgehen der Justiz. "Herr Grolm hat von einem Acker Pflanzen entfernt, die später vom Gesetzgeber aus Gründen der ökologischen und Gesundheitsvorsorge verboten wurden - wo liegt da der Sinn der Bestrafung?"

Statt den Fall weiter von einer "zuständigen" Stelle zur anderen weiter zu reichen, und so die Haft weiter hinaus zu zögern, fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen von der verantwortlichen Weimarer Richterin, Frau Brauhardt, die sofortige Freilassung von Michael Grolm.


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen
Mario Amling
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