
31. Bundesdelegiertenkonferenz in Rostock
Unter dem Motto: Grün macht Zukunft
Am Wochenende, den 24. bis 25. Oktober 2009, fand auf der Hansemesse in Rostock die 31. Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen statt. Debattiert wurde unter anderem über die Rolle der Grünen in der Opposition, den Klimaschutz, den Atomausstieg und den Afghanistaneinsatz.

Am Ende einer langen Debatte, bei der auch Anja Siegesmund, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Thüringer Landtag, zu den Delegierten sprach, wurde der Antrag des Bundesvorstandes zu grünen Perspektiven für die nächsten Oppositionsjahre mit großer Mehrheit beschlossen.

Astrid Rothe-Beinlich, Landessprechrein der Grünen in Thüringen, kritisierte noch einmal den Koalitionsvertrag der Thüringer CDU und SPD: "Die schwarz-rote Vereinbarung in Thüringen ist ein Stagnationsvertrag, der vor Beliebigkeit nur so strotzt."

Weiterhin kündigten die Grünen lautstarken Protest gegen die schwarz-gelbe Atompolitik an. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die aktuelle Regierung einen Schritt ins vergangene Jahrhundert macht", wandten drei junge Vertreterinnen aus dem Wendland ein. Mit dieser Kampfansage an Union und FDP, bekräftigten die Grünen ihren Widerstand gegen Atomkraft und rückwärtsgewandte Energiepolitik.

Außerdem haben sich die Bundesdelegierten, wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen, auf den Kampf für den Klimaschutz eingeschworen. "In Kopenhagen wird über unsere Zukunft entschieden, allerdings ohne uns. Das lassen wir uns nicht gefallen", sagte Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend.

Im Zentrum des Beschlusses zur Afghanistandebatte steht die Verantwortung für die Menschen in Afghanistan. "Wir wollen den zivilen Aufbau Afghanistans stärken und eine konkrete Abzugsperspektive im Laufe der aktuellen Legislaturperiode einleiten", hieß es von der Bundesvorsitzenden der Grünen, Claudia Roth.

Unter dem Motto "Grün wächst" haben die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer auf der Bühne des Parteitags gefeiert. Claudia Roth sagte: "Wir sind gewachsen. Mitten in der Wirtschaftskrise. Denn die Leute wissen: Mit grünen Ideen kann man schwarze Zahlen schreiben. Das war überall unsere Botschaft."
