PM Nr.297 vom 09.11.2009

Grüne fordern erneut Landesprogramm gegen Rechts

Astrid Rothe-Beinlich: Für eine kontinuierliche Politik gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Thüringen

Am 15.11.2009 findet erneut ein Naziaufmarsch in Friedrichroda statt. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist das erneut ein Anlass, für Thüringen ein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus zu fordern. Aus aktuellem Anlass erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:
"Der 9. November prägt wie kaum ein anderes Datum unsere eigene Geschichte und steht für Verantwortung für die Vergangenheit ebenso wie für die Zukunft. 1938 haben wir Deutschen mitgemacht und zugesehen, als die Nazis gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger erbarmungslosen Terror verübten und Synagogen, Geschäfte und Wohnungen von Juden zerstörten. Die Novemberprogrome mündeten in der totalen Entrechtung der Juden und im europäischen Holocaust. Und daran gilt es immer wieder zu erinnern und zu mahnen. Denn daraus erwächst eine historische Verantwortung. Auch deshalb streiten wir seit Jahren auch in Thüringen für ein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus - für die Stärkung der Demokratie."

"Erinnern für die Zukunft heißt auch, Nazis immer wieder und überall die rote Karte zu zeigen. Die Auseinandersetzung mit den Rechtsextremisten muss offensiv und an allen Orten, wo nötig, geführt werden. Um Rechtsextremismus und seinen Ursachen konsequent begegnen zu können, müssen wir parteiübergreifend in die aktive Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen eintreten. Deshalb fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erneut ein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus und für Demokratie, das die Aufklärung und eine konsequente antirassistische Bildungsarbeit, um rechte und menschenfeindliche Ansätze an den Wurzeln zu bekämpfen, beinhaltet", meint die grüne Landessprecherin abschließend.


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen
Katrin Sängerlaub
Lutherstraße 5 - 99084 Erfurt
Tel.: 0361-5765037
Fax: 0361-5765035