PM Nr.305 vom 26.11.2009

Grüne fordern art- und umweltgerechte Tierhaltung statt neue tierquälerische Intensivtierhaltungsanlagen

Dr. Frank Augsten: Wir haben eine Überproduktion an Schweinefleisch in Europa.

Anlässlich der Debatte über die Entwicklung der Schweinehaltung in Thüringen im Rahmen des "Thüringer Schweinetages 2009" in Jena erklärt der Landessprecher Dr. Frank Augsten:

"Es passt nicht zusammen, dass Thüringen zum einen auf einen verstärkten Export setzt, aber beim Schweinefleisch autark sein will. Wir haben zurzeit eine Überproduktion an Schweinefleisch in Europa. Wenn wir Europa als Region verstehen, greift das Argument zu kurz, dass wir in Thüringen zusätzlich 100.000 Mastplätze benötigen.

Neue Großanlagen mit mehr als 10.000 Mastplätzen sind für uns nicht nur aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes inakzeptabel. Sie richten sie vor allem gegen die kleinen Erzeuger, die dem Kostendruck nicht mehr standhalten können. Der Einsatz für Anlagen wie in Alkersleben und Immenrode hat als Konsequenz, dass für einen großen Betrieb viele kleine verschwinden werden. Die flächendeckende Landwirtschaft, die Thüringen ausmacht, gerät damit in Gefahr. Dass die Futtermittel für diese Großanlagen auch nicht aus Thüringen kommen, relativiert die Aussage zur regionalen Produktion zusätzlich.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wissen über die enorme Bedeutung der Landwirtschaft und die ihr vor- und nachgelagerten Bereiche und fordern, dass neue Anlagen art- und umweltgerecht gestaltet werden.


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen
Mario Amling
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