PM Nr.309 vom 07.12.2009

Klimaschutz: Lokal denken, global handeln

Madeleine Henfling und Dieter Lauinger: Die Landesregierung wird ihrer  Vorbildfunktion nicht gerecht.

Heute beginnt in Kopenhagen die Klimakonferenz der UN. Dazu erklären die LandessprecherInnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Madeleine Henfling und Dieter Lauinger:

"Klimaschutz fängt vor Ort im Kleinen an und wirkt global im Großen und Ganzen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir in Thüringen mit gutem Beispiel vorangehen. Doch leider wird die Landesregierung ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht. Bei der Umstellung der Landesimmobilien auf Erneuerbare Energien und Ökostrom sowie der Umstellung auf einen klimafreundlichen Fuhrpark besteht noch erheblicher Handlungsbedarf. Hier muss Ministerpräsidentin Lieberknecht endlich handeln", so Dieter Lauinger.

Der Ausbau des Solarstrombereiches schreitet in Deutschland immer rasanter voran. Ausgerechnet Thüringen, als einer der führenden Produzenten, steht nach Berechnungen des Magazins "Photon" in der Anwendung ganz hinten an. Die Verantwortung dafür trägt der ehemalige Wirtschaftsminister und jetzige Umweltminister Reinholz. "Wir brauchen keine Sonntagsreden, sondern politisches Handeln und Visionen. Auch hier wurden wir Bündnisgrünen mit unserem Ziel, Thüringen bis 2050 zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien - bei gleichzeitiger Energieeffizienz und Energieeinsparung - zu versorgen, immer wieder belächelt. Wir sind der Meinung, eine konsequente Wende in der Verkehrs- und Energiepolitik in Thüringen ist unumgänglich", ergänzt Madeleine Henfling.

"Ambitionierte Klimaschutzziele sind lokal wie global nötig - oder der Klimawandel wird immer teurer", schließen die beiden LandessprecherInnen.

In Kopenhagen werden aus Thüringen Astrid Rothe-Beinlich (MdL, Landtagsvizepräsidentin) und Katrin Göring-Eckardt (MdB, Bundestagsvizepräsidentin) vor Ort sein.


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