Zur Woche der Sonne - Mehr Sonne für Thüringen!
Die Zeiten der halbherzigen Zugeständnisse für den Klimaschutz sind vorbei, was wir jetzt brauchen ist ein klares Bekenntnis für eine reale energiepolitische Wende", fordert Roberto Kobelt, energiepolitischer Sprecher vom Thüringer Landesvorstand der Bündnisgrünen.
Die Konzepte dazu liegen längst auf dem Tisch. So haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schon vor zwei Jahren ein Energieprogramm vorgelegt, das die Maßnahmen beschreibt, die zur Erreichung des Ziels
100 % erneuerbare Energiegewinnung für Thüringen führen. So könnte der Anteil der Fotovoltaik hinsichtlich des gesamten Energiebedarfs in Thüringen bis zum Jahr 2050 auf 7 % anwachsen. Die Solarthermie dagegen könnte sogar 10 % des Gesamtbedarfs decken.
Dabei reicht die Fokussierung auf grüne Technologie allein jedoch nicht aus, um den Energiebedarf Thüringens dergestalt umzustellen. "Wir brauchen darüber hinaus eine Änderung des Verbraucherverhaltens, um die notwendigen Anpassungen zu erreichen", erläutert Kobelt weiter. So könnten durch gezielte Aufklärungskampagnen die Verbraucher zu mehr Einsparungen anregt werden. Diese sind der Schlüssel für den Erfolg einer rein grünen Energiegewinnung.
Die Politik muss sich hier ihrer Verantwortung bewusst werden die notwendigen Schritte einzuleiten. Ein positives Beispiel dafür war das Schulsolarprojekt letztes Jahres in Weimar. Dort hatte die Stadt mit 200.000 Euro Fotovoltaik-Projekte an ihren Schulen unterstützt.
Der Ausbau grüner Technologie bleibt trotzdem das entscheidende Kriterium.
Eine Zustimmung zu den Änderungen des EEG-Gesetzes ist vor diesem Hintergrund nicht akzeptabel. Die Landesregierung ist aufgefordert, sich energisch gegen die Pläne aus dem Bundesumweltministerium zu stellen. Würden die Veränderungen, wie sie derzeit geplant sind, wirklich umgesetzt, hätte das gravierende Folgen für die Planungssicherheit der Unternehmen auf diesem Sektor auch über Thüringens Grenzen hinaus. Die Existenz gerade vieler kleinerer Unternehmen stünde auf dem Spiel.
Ebenso muss mehr in die Erforschung zur Verbesserung von regenerativen Energien investiert werden. Damit Vertreter der heimischen Branche dem internationalen Druck weiterhin standhalten können und nachhaltige Energiegewinnung für Verbraucher noch attraktiver wird, müssen gezielte Förderprogramme zur Weiterentwicklung der Technologien durch die Landesregierung eingeleitet werden.
Stattdessen stellt diese in Sachen Wirtschaftförderung unsinnige und kostenintensive Straßenbauprojekte vor, die weder dem demografischen Wandel noch der Brisanz der Klimakrise Rechnung tragen. "Ein sofortiges Einlenken seitens der Regierung ist erforderlich, damit Thüringen endlich so grün wird, wie es sich nach außen hin darstellt", schließt Kobelt.
Mehr Informationen zur Woche der Sonne: www.woche-der-sonne.de
Simon Zunk
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