PM Nr.62 vom 05.08.2010

65 Jahre nach Hiroshima - Atomwaffen sind noch immer eine Gefahr

Zum morgigen Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki erklärt Madeleine Henfling, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Auch 65 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und drei Tage später auf Nagasaki gibt es keinen Grund die Hände in den Schoss zu legen. Noch immer gibt es weltweit wahrscheinlich mehr als 20 000 Nuklearwaffen, mehr Länder als jemals zuvor investieren Gelder in die Entwicklung von Atomwaffen. Im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern zwischen 10 und 20 Atomsprengköpfe. Hiroshima und Nagasaki, die vielen Toten und das Leid das bis heute andauert, sollten uns mahnen:
Prämisse muss eine konsequente Abrüstung für eine atomwaffenfreie Welt sein!
Eine Grüne Grundforderung ist der Atomausstieg ohne Wenn und Aber. Ein Ausstieg aus dem Ausstieg, so wie ihn die Schwarz-Gelbe Bundesregierung plant, darf es auf keinen Fall geben. Jegliche Überlegungen in diese Richtung sind absolut verantwortungslos und rückwärtsgewandt. Atomenergie nützt niemanden und schadet uns allen, sie ist lebensgefährlich, teuer, kann weder Klimaprobleme lösen noch Energiesicherheit bieten. Ein Atomausstieg ist jedoch nicht nur eine energiepolitische Frage. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der sogenannten zivilen Nutzung von Atomenergie und der Weiterentwicklung von Atomwaffen. Ein konsequenter weltweiter Ausstieg aus der Atomenergie würde auch maßgeblich zur atomaren Abrüstung beitragen."

Landessprecherin Madeleine Henfling nimmt morgen an der Gedenkveranstaltung zum Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 65 Jahren auf dem Erfurter Anger teil.

(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen
Madeleine Henfling
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