Grüne fordern Chancengleichheit und echte Wahlfreiheit

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Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der rückläufigen Zahlen der 2-3 Jährigen in Thüringer Kitas durch das Landesamt für Statistik erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:

"Die Zahlen machen überdeutlich: Das Ziel der Landesregierung wird erreicht. Die Herdprämie zeigt Wirkung. Von Freiwilligkeit und Wahlfreiheit kann hier jedoch keine Rede sein. Da nur noch diejenigen das Landeserziehungsgeld behalten dürfen, die ihr Kind zu Hause behalten und die 150 Euro nicht auf das ALG II angerechnet werden, bleibt gerade Eltern mit geringem oder keinem Einkommen gar keine Wahl und die Frühkindliche Bildung in der Kita oder in der Krippe auf der Strecke. Noch härter trifft es oftmals die Alleinerziehenden, deren Zahl stetig zunimmt. Hinzu kommt, dass wegen der Familienoffensive die Beiträge in einem großen Teil der Kindereinrichtungen erheblich gestiegen sind - eine weitere Hürde für einkommensschwächere Eltern und deren Kinder.

Wir haben es nun schwarz auf weiß: die soziale Herkunft entscheidet schon in den ersten Lebensjahren über den Zugang zu frühkindlicher Bildung. Und damit muss endlich Schluss sein, wenn wir tatsächlich allen Kindern gleichermaßen die Türen zur Welt öffnen wollen.

Wir fordern deshalb erneut die Landesregierung auf, ihre Familienoffensive zurückzunehmen und sich dem Konzept des Trägerkreises "Für eine bessere Familienpolitik" zuzuwenden. Außerdem bleibt unser erklärtes Ziel, allen Eltern tatsächliche Wahlfreiheit zu gewährleisten und einen Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung ab dem 1. Lebensjahr festzuschreiben."