Grüne bieten Geras Grundschulangeboten eine Plattform

Astrid Rothe-Beinlich: Kinder in den Mittelpunkt – ALLE individuell fördern
Bereits zum dritten Mal hatten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den 7. November Geras Eltern ins Clubzentrum COMMA eingeladen, um ihnen Geras Grundschulkonzepte zu präsentieren und das Veranstaltungsformat erwies sich auch in diesem Jahr als Erfolgsrezept.
Mehr als 70 Interessierte waren gekommen, um sich von der zuständigen Referentin des Staatlichen Schulamtes, Frau Köhler, Herrn Biesinger für die Waldorfschule Gera und Herrn Professor Mehlhorn von der Kreativitätsschule in die unterschiedlichen Schulkonzepte und Rahmenbedingungen einführen zu lassen und ihre Fragen zu stellen.
In den Abend führte wiederum Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, ein, die nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Eugen Weber auch die Moderation der Diskussion übernahm. "Vor der Frage, welche Schule ist die Beste für mein Kind stehen irgendwann alle Eltern – und diese Frage ist grundlegend für die Zukunft. Entscheidend ist, für jedes Kind die richtige Wahl zu treffen, um seiner Individualität gerecht zu werden und den spezifischen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Nicht das Kind muss zur Schule passen, sondern die Schule zu den Kindern", so ihr Credo zum Einstieg.
Die Kreativschule Gera ist eine Einrichtung des BIP Kreativitätszentrums und setzt auf Leistungsmotivation, Mut zur Sprache und Lust auf kreatives Gestalten. Sie ist eine gebundene Ganztagsschule mit erweiterter Fächertafel. Der Waldorfschule liegt als Grundprinzip die Hilfe zur individuellen Entwicklung des jungen Menschen zugrunde und sie setzt auf Epochenunterricht sowie ein intensives Verhältnis von Klassenlehrer und Klasse, da dieser die Schülerinnen und Schüler 8 Jahre begleitet. Die Waldorfpädagigik verzichtet auf Noten zur Beurteilung der Leistungen und führt die Kinder von der 1. bis zur 12. Klasse zu allen staatlich anerkannten Schulabschlüssen.
Frau Köhler stellte die 13 unterschiedlichen staatlichen Grundschulen vor, deren Bandbreite von der Medienschule, über die Montessori- und Jenaplanschule bis hin zur bewegungsfreundlichen Schule reicht. Besonders hob sie die flexible Schuleingangsphase hervor, die dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder Rechnung trägt.
Direkt nach der Vorstellung der Konzepte wurde der Bedarf an derartigen Informationsveranstaltungen überdeutlich. Fragen über Fragen prasselten auf die SchulvertreterInnen ein. "Mein Kind hat einen besonderen Förderbedarf – kann es auch eine normale Grundschule besuchen? Wo erfahren besonders leistungsstarke Kinder bestmögliche Förderung? Kann mein Kind von einer staatlichen Schule auf eine freie Schule wechseln und umgekehrt? Was sind die Besonderheiten der pädagogischen Konzepte? Gibt es tatsächliche Wahlfreiheit? Was tun bei Versagensängsten? Wie hoch ist das Schulgeld?"
All diese Probleme konnten von den Befragten aufgegriffen und beantwortet werden, der integrative Ansatz, so wurde es deutlich, liegt allen Schulen am Herzen. Außerdem ermutigten sie die Eltern, die Schulen zu besuchen und sich vor Ort ein Bild zu machen und bei Problemen immer direkt nachzufragen. "Entscheidend ist, dass sich die Kinder in der Schule wohl fühlen, angenommen werden und ihren besonderen Talenten Rechnung getragen wird", so Astrid Rothe-Beinlichs Resumée.
Im nächsten Jahr wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt.

Mehr als 70 interessierte ZuhörerInnen waren gekommen