Grüne fordern grundlegende Bildungsreform, die jedem Kind gerecht wird

Astrid Rothe-Beinlich: Längeres gemeinsames Lernen ist das beste Rezept gegen fehlende Schulabschlüsse
"Ein Umsteuern in der Bildungspolitik fordern wir schon seit Jahren. Die immer wieder attestierten Ungerechtigkeiten im deutschen Bildungssystem und die fehlenden Zugangschancen für viele Kinder und Jugendliche insbesondere aus sozial schwächeren Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund müssen endlich beseitigt werden. Wenn Kultusminister Goebel seine Ansage zur Reduzierung von Schulabbrechern tatsächlich ernst meint, dann muss sich Thüringen im ersten Schritt vom gegliederten Schulsystem verabschieden, im dem Kinder systematisch 'nach unten durchgereicht' werden, statt sie ernsthaft und mit Ausdauer individuell zu fördern", so die Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Astrid Rothe-Beinlich.
"Ein späteres Abbrechen der Schule kann nur verhindert werden, indem man frühzeitig die Weichen richtig stellt. Das heißt, wir brauchen eine gute und flächendeckende frühkindliche Bildung für alle und von Anfang an. Dazu gehört eine grundlegende Bildungsreform hin zu individueller Förderung bei längerem gemeinsamen Lernen, zum Beispiel in Ganztagsschulen oder in schulbegleitenden Horten. Auch und gerade angesichts des demografischen Wandels gilt es, alle Kinder und ihre unterschiedlichen Talente von Anfang an zu fördern und alle Schülerinnen und Schüler zum Lernen zu motivieren. Nur mit einer zukunftsfähigen Schul-, Aus- und Weiterbildung kann späteren Schulabbrüchen vorgebeugt werden. Außerdem können durch bessere Bildungschancen Kriminalitätskarrieren bereits präventiv vermieden werden. Wichtig ist doch, dass jedes Kind und jeder Jugendliche eine Perspektive und damit auch seinen anerkannten Platz in der Gesellschaft findet", schließt Astrid Rothe-Beinlich.