Grüne: Statt Streusalz auf Alternativen setzen

Frank Augsten

Frank Augsten: Vor allem innerhalb von Ortschaften geht's auch ohne

Die Verwendung von Streusalz verursacht erhebliche Schäden. Darauf weist der Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen Dr. Frank Augsten hin:

"Auch wenn alle bei winterlichen Wetterverhältnissen sicher mit dem Auto unterwegs sein sollen: Die Schäden durch übermäßigen Streusalzeinsatz lassen sich erst im Frühjahr abschätzen und bergen unerwartete Kosten."

Deshalb empfiehlt der Grünenpolitiker den Einsatz von umweltschonenden Streumitteln.

"Schnee und Glatteis auf den Gehwegen bedeuten Rutschgefahr - ein erhöhtes Haftungsrisiko für Grundstücksbesitzer, die für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen verantwortlich sind. Von Thüringer Kommunen und den Privathaushalten fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN deshalb, auf den sparsamen Einsatz von Streumitteln zu achten und mögliche Folgen zu bedenken." Er verweist darauf, "dass das Ausbringen von Streusalzen auf Gehwegen verboten ist. Nur bei besonderen Gefahrenstellen und in außergewöhnlichen Situationen (Eisregen) ist ein Streueinsatz mit Salz angebracht."

Die Folgen von Streusalz sind vielfältig: Sie gelangen ins Grundwasser, schädigen den Boden, Pflanzen, Bauwerke und Kraftfahrzeuge. Die Folgen zeigen sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn salzgeschädigte Straßenbäume trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen. Nicht nur Pflanzen leiden unter dem Salz. Insbesondere Hunde entzünden sich am Streusalz die Pfoten. Außerdem kann das Salz zur Versalzung des Grundwassers beitragen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden, wie die Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen.

"Auswirkungen von Streusalz können vermieden werden. Privathaushalte können als Alternative zum Streusalz salzfreie abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat einsetzen. Beim Kauf von Streumitteln ist auf das Umweltsiegel "Blauer Engel" des Bundesumweltamtes zu achten. Das schont die Umwelt – da kein Salz in die Böden gelangt – und zum anderen den Geldbeutel, weil Folgeschäden vermieden werden", empfiehlt Landessprecher Dr. Frank Augsten abschließend.