Der Zugang zu Bildung ist die Gerechtigkeitsfrage des 21.Jahrhunderts

Bildung

Astrid Rothe-Beinlich und Co-Pierre Georg: Standortvorteil Gebührenfreiheit nutzen

Im Vorfeld heutigen (18.02.08) Treffens der Kultusminister von Bund und Ländern hat der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck die unionsregierten Bundesländer dazu aufgefordert, auf Studiengebühren zu verzichten. Thema der Beratung ist der Aufbau eines Nationalen Stipendiensystems.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen gehören in Thüringen zudem zu den Kritikern der bereits eingeführten Verwaltungsgebühr. "Mit dieser befürchten wir einen schleichenden Einstieg in generelle Studiengebühren. Aber auch Langzeitstudiengebühren lehnen wir ab", stellt Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich noch einmal unmissverständlich klar.

"Grade diese treffen überdurchschnittlich häufig junge Menschen mit Kindern oder aus sogenannten bildungsferneren Schichten, sprich diejenigen, die sich den Zugang zum Studium regelrecht erkämpft haben und oft nebenher ohnehin schon arbeiten müssen, um das Studium zu finanzieren. Erst letzte Woche wurde mittels einer statistischen Erhebung nachgewiesen, dass Thüringens Studierende zu den finanziell am schlechtesten ausgestatteten gehören. In Zeiten des Fachkräftemangels, der Abwanderung und des demografischen Umbruchs können und dürfen wir es uns aber nicht leisten, auch nur ein Talent zu vergeuden. Deshalb meinen wir: Thüringen sollte grundsätzlich auf Studiengebühren verzichten und dies zum Standortvorteil ausbauen, so Astrid Rothe-Beinlich weiter.

"Unser Ziel muss es sein, möglichst viele junge Menschen zum Hochschulstudium zu bringen", ergänzt der hochschulpolitische Sprecher des grünen Landesvorstandes Co-Pierre Georg. "Im europäischen Vergleich hat Deutschland da noch erheblichen Nachholbedarf. Um jungen Menschen jedoch dauerhaft eine Perspektive zu bieten und sie zum Bleiben zu bewegen, braucht es attraktive Angebote. Wir meinen, Thüringen hat da jede Menge Potenzial, es muss nur genutzt werden. Köpfchen sind unser Kapital!"