Grüne starten Unterschriftenaktion gegen „Warten Drängeln, Stehen“ - Ölsardinendosen werden an bedrängte Fahrgäste verteilt
Astrid Rothe: Vertaktung und Kapazitäten zwischen Jena und Erfurt müssen verbessert werden
Bündnis 90/Die Grünen starten diese Woche eine zehntägige Unterschriftenaktion, die sich gegen die derzeitige Situation insbesondere in den Pendlerzügen zwischen Erfurt und Jena und umgekehrt richtet.
"Ziel ist" ,so Astrid Rothe, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, "eine Erhöhung der Platzkapazität in den zu Stoßzeiten oft hoffnungslos überfüllten Zügen zu erreichen. Zwar hat sich seit dem letzten Fahrplanwechsel die Zahl der Züge erhöht, eine Verbesserung für Pendler bedeutet das aber noch nicht. Viele Fahrgäste müssen sich jeden Tag in zu kleine Triebwagen drängen. Pendler zwischen Jena und Erfurt müssen zudem oft in Weimar umsteigen und dabei unter Umständen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Wir fordern deswegen eine bessere Vertaktung. Überfüllte Züge und genervte Fahrgäste sind zu den Hauptverkehrszeiten an der Tagesordnung, die Zugbegleiter kommen ohnehin nicht durch, so dass auch der Ansprechpartner entfällt. Und dem gilt es, Abhilfe zu schaffen, in der Verantwortung dafür stehen das Land und die Bahn gleichermaßen"
Bündnis 90/Die Grünen werben deshalb für die Unterstützung des folgenden Protestschreibens und sind am kommenden Mittwoch (dem 14.01.04) als Aktionstag in dieser Sache mit Unterschriftenlisten und Ölsardinenbüchsen, die den Fahrgästen überreicht werden, in folgenden Zügen und vor Abfahrt auf dem entsprechenden Bahnsteig zu erreichen: Astrid Rothe, Mitglieder der betroffenen Kreisverbände und Mitarbeiter von Katrin Göring-Eckardt in Jena-West ab 15.54 Uhr auf Gleis 1 und in der Gegenrichtung 16.49 Uhr ab Erfurt Hbf nach Jena auf Gleis 6.
VertreterInnen der Thüringer Medien sind herzlich dazu eingeladen, insbesondere mit dem Zug ab Jena West (15.54 Uhr), mit uns zu fahren und die Aktion zu begleiten.
Der Text lautet:
Warten, Drängeln, Stehen
Schluss mit dem Rumärgern auf Bahnhöfen, Bahnsteigen und in überfüllten Zügen!
Vertaktung und Kapazitäten zwischen Jena und Erfurt müssen verbessert werden!
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2003 hat sich in Thüringen die Situation für PendlerInnen zwischen Erfurt, Weimar und Jena kaum verbessert. Ganz im Gegenteil: überfüllte Züge, ungünstige Anschlusszüge, erschwerte Fahrradmitnahme. Viele Reisende starten ihren Arbeitstag im Stehen. Wenn überhaupt: insbesondere mit Fahrrad erhalten einige nicht einmal einen Stehplatz - sie bleiben außen vor.
Nur ein durchgängiger Zug von Jena nach Erfurt zur Hauptverkehrszeit am Morgen ist zuwenig, zumal die Sonderregelungen für die Benutzung von Fernverkehrszügen weggefallen sind.
Der Freistaat Thüringen ist für den Schienenpersonennahverkehr zuständig. Die Landesregierung muss sich fragen lassen, welchen Stellenwert öffentliche Mobilität für sie hat. In den letzten Jahren hat Thüringen auch durch Druck von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN deutlich steigende Bundesmittel für den Nahverkehr erhalten. Wir fordern, diese Gelder auch im Interesse der Kunden einzusetzen!
Die jetzige Situation nehmen wir nicht länger hin. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern das Land Thüringen auf, endlich für angemessene Platzkapazität in den Zügen und mehr durchgängige Verbindungen während der Hauptverkehrszeiten zu sorgen.
Unterschriftenlisten sind bei Bündnis 90/Die Grünen, Anger 14 in 99084 Erfurt zu erhalten und werden auch dort wieder entgegen genommen.
Für Rückfragen und V.i.S.d.P. Astrid Rothe 0170/4369071