Grüne bieten Schulkonzepten eine Plattform

Teaser_Geraer Grundschulkonzept

"Welche Schule ist die richtige für unser Kind?" fragten bereits zum vierten Mal in Folge BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und luden alle Interessierten zur Vorstellung der Geraer Grundschulkonzepte ins COMMA.

"Auch in diesem Jahr haben wir damit offenkundig den Nerv der Eltern getroffen, die dieses Angebot zur Diskussion wiederum gern annahmen", resümiert die Moderatorin des Abends, Astrid Rothe-Beinlich, die durch die Veranstaltung führte und bündnisgrüne Forderungen an Bildungspolitik, wie das längere gemeinsame Lernen, gleiche Rahmenbedingungen für freie Schulen und mehr Selbständigkeit für die einzelnen Schulen, formulierte.

Neugierige und interessierte Eltern aus Gera und Umgebung waren gekommen, um sich von den VertreterInnen unterschiedlichster Schulkonzepte informieren zu lassen und im Anschluss in die Frage- und Diskussionsrunde einzusteigen.So stellten sich u.a. die staatliche Montessori-Grundschule aus Gera-Liebschwitz, vertreten durch Frau Dix und die Freie Waldorfschule Gera, vertreten durch Herrn Biesinger vor.

"Hilf mir, es selbst zu tun", fasste Frau Dix das Grundprinzip ihrer Schule zusammen, die darauf setzt, dass 80 Prozent durch Selbst tun erlernt und erfasst wird und mit einer vorbereiteten Umgebung und Montessori-Materialien zur Anregung sowie vielen Phasen der Freiarbeit Kinder ermutigt  und Lust aufs Lernen macht.

Besonders wichtig sind in der Montessorischule, in der in altersgemischten Klassen gelernt wird,  Kreativität und Selbständigkeit aber auch individuelle Hilfestellung und Förderung.

Herr Biesinger betonte für die Waldorfpädagogik, dass bewusst nach Klassenstufen getrennt unterrichtet wird. Als Besonderheiten benannte er den grundsätzlichen Verzicht auf Noten, welcher zum Gesamtklima beiträgt: "Ich falle nicht raus – es fällt keiner raus." Frau Köhler vom staatlichen Schulamt übernahm die spannende Aufgabe, die 12 weiteren staatlichen Grundschulen unter dem Motto: 12 sind gleich und doch so verschieden" vorzustellen.

"Von der bewegungsfreundlichen über die Umwelt – bis zur Medienschule bieten wir alles an. Auch bei uns wird an 7 Schulen in altersgemischten Klassen gelernt, obligatorisch an allen Schulen ist zudem die flexible Schuleingangsphase und sichergestellt die Hortbetreuung von 6-17.00Uhr. Auch die staatlichen Schulen beherzigen: Weg vom Frontalunterricht, daher sind die Lehrerinnen auch frei in der Wahl ihrer Methoden des Unterrichtens."

"Die Frage der Schulentscheidung betrifft nun einmal alle Eltern und stellt diese vor unglaublich schwierige Entscheidungsprozesse", so Astrid Rothe-Beinlich. Dies verdeutlicht nicht zuletzt die erfreuliche Anzahl an Interessierten, die auch im vierten Jahr ins COMMA Gera gekommen sind, vor allem aber die vielen interessierten Nachfragen.

Dieser Abend bot die Möglichkeit, sich allumfassend zu informieren, auch kritisch nachzufragen, Vorurteile gegenüber noch unbekannten Schulformen auszuräumen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu den Schulen und LehrerInnen zu knüpfen. Insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als die politische Kraft erneut ins Gespräch gebracht hat, die sich der Bildungspolitik auch in ganz praktischen Fragestellungen annimmt und Grundschulen und Eltern gleichermaßen eine Plattform bietet.