Europa steht für das Teilen von Souveränität

Kulturnacht Europa mit Dani Cohn-Bendit, Astrid Rothe und Milan Horacek

Am Montag, dem 17.Mai 2004 starteten die Thüringer Bündnisgrünen mit Dani Cohn-Bendit schwungvoll in ihre Europawoche. Unter der provokanten und zugleich historischen Überschrift: "Die Feinde von 1806 und das Europa von Heute" diskutierte Dani, moderiert von Astrid Rothe im Hörsaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit knapp 150 Interessierten über Visionen und Ausblicke für ein solidarisches Europa. Er regte zugleich an, vom Europaparlament aus mit Blick auf das Jahr 2006 einen gemeinsamen europäischen Rückblick auf 1806 zu wagen und diesen gemeinsam mit Neumitgliedern der EU zu gestalten.

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Mit dem Film "Monsieur Ibrahim und die Blume des Korans" als Auftakt hatte der grüne Landesverband danach in Weimar ins E-Werk-Lichthaus geladen, um in eine lange Europäische Nacht zu starten. Der Einladung folgten gut 200 Leute, die im Anschluss an den Film zunächst Danies Visionen von Europa lauschten und dann schnell mit ihm ins Gespräch kamen. "Europa steht für das Teilen von Souveränität" betonte Dani immer wieder und machte dies zugleich zu einer grundlegenden Voraussetzung für eine gelungene europäische Verständigung und Weiterentwicklung. Er betonte, dass es ihm darum gehe, nicht einer Weltmacht zu folgen, sondern mehrere Mächte zu etablieren, die friedlich, fair und auf Augenhöhe miteinander verhandeln und lebenswert machen.

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Die Nacht schließlich klang musisch umrahmt bei zahllosen Gesprächen mit tschechischem Ökowein, spendiert von Milan Horacek, und französischen Speisen aus.

Credo der europäischen Kulturnacht: Zeit, dass es grün wird, von Weimar bis Europa.