Thüringer Grüne für art- und umweltgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft

Am 15.01.09 eröffnete die Internationale Grüne Woche in Berlin ihre Pforten. Thüringen wird sich im Rahmen einer Gemeinschaftsschau mit weiteren anderen Partnern präsentieren. Der Thüringer Bauernverband betreibt in diesem Zusammenhang weiter Werbung für die industrielle Intensivtierhaltung im Freistaat, die die Thüringer Bündnisgrünen als nicht zukunftsorientiert strikt ablehnen.
Erfurt, 16.01.09: Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen gibt es keinen Zweifel: Die Landwirtschaft im Freistaat und die ihr vor- und nachgelagerten Bereiche haben eine enorme Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Thüringen. Als wichtiger und oftmals einziger Arbeitgeber in den ländlichen Regionen sind die Agrarbetriebe das beste Mittel gegen Abwanderung. Insofern geben wir dem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Kliem, Recht, wenn er die Stärkung des Standortes für die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren fordert.
"Die große Einigkeit in dieser Frage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir andere Vorstellung über das WIE haben als Herr Kliem", bewertet Agrarexperte und Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dr. Frank Augsten, die Situation. "Die Wirtschaftskrise macht deutlich, dass Technologien, die nicht zukunftsorientiert sind, keine Chance haben. Wenn die Landwirte nach 2013 weiter steuerfinanzierte Unterstützung bekommen wollen, müssen sie sich auch nach dem richten, was die Steuerzahler akzeptieren und was nicht. Tierhaltungsanlagen, die nicht art- und umweltgerecht sind, gehören der Vergangenheit an – neue zu bauen, ist betriebswirtschaftliches Harakiri."
Scharf verurteilen die Bündnisgrünen die Verunglimpfung der Bürgerinitiativen seitens des Bauernverbandes als "ideologisch motivierte Gruppen, die Investitionen in Tierhaltungsanlagen verhindern."