Naturschutz: Thüringen wird seiner Verantwortung nicht gerecht

Schmetterling

Dirk Adams: Naturschutz gehört nicht auf das Abstellgleis

"Thüringen muss seiner Verantwortung im Naturschutz gerecht werden und die Mittel für die Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) erhöhen. CDU-Minister Sklenar verkennt die Aufgaben, die hier anstehen. Die bisher in dem Bereich eingesetzten ca. 2 Mio. Euro sind lediglich für die Erstellung der FFH-Managementpläne ausreichend. Will Thüringen seiner Verantwortung gerecht werden und eine moderne Naturschutzpolitik tatsächlich umsetzen, dann müssen jetzt Mittel beispielsweise für die Wiedervernässung von Mooren oder die Freistellung von Trockenrasen  bereitgestellt werden.

Umwelt-, Natur- und Klimaschutzpolitik spielen in Thüringen eine untergeordnete Rolle und werden nicht als Zukunftsaufgabe verstanden. Die Thüringer Landesregierung schert sich zu wenig um den Schutz der Natur. Stattdessen wird Lobbypolitik gegen die Umwelt betrieben. Das beste Beispiel hierfür ist das Nichthandeln der Landesregierung gegen die Versalzung der Werra und die unverantwortliche Versenkung von Salzlauge durch K+S. Beim Klimaschutz ist Thüringen weiterhin konzeptlos und vergnügt sich mit Allgemeinplätzen", kritisiert Dirk Adams die aktuelle Politik im Umweltministerium.Mit der Änderung des Thüringer Wassergesetzes hat die Landesregierung den Schutz der Gewässerrandstreifen geopfert. Dünge- und Pflanzenschutzmittel können nun im geschützten Uferbereich ausgebracht werden und die Oberflächengewässer verschmutzen.Die Gipskarstlandschaft in Nordthüringen muss endlich zu einem Biosphärenreservat nach dem Vorbild von Sachsen-Anhalt ausgewiesen werden.Das Biosphärenreservat Rhön soll mit einer Transitstrecke durchschnitten werden, die dem Rahmenkonzept des Reservates völlig entgegensteht.

"Laut statistischem Landesamt sind 86 Prozent der Landesfläche grün. Für diese und die restlichen 14 Prozent braucht es eine grüne Politik, damit Natur-, Klima- und Ressourcenschutz sowie Nachhaltigkeit endlich eine Lobby bekommen. Wir wollen die Fehlentwicklungen der Althaus'schen Naturschutzpolitik wieder rückgängig machen und für einen langfristigen wirkungsvollen Naturschutz sorgen", sagt Dirk Adams abschließend.