Demonstranten behindern "Rock für Deutschland"

am Samstag, 10.07.2010 konnten wir einmal mehr ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzen, indem wir den Protest gegen das Nazi-Festival "Rock für Deutschland" in Gera auf die Straße gebracht haben. Den zahlreichen UnterstützerInnen möchten wir auf diesem Wege rechtherzlich danken.
Sicherlich war auch der breite zivilgesellschaftliche Konsens zur Bekämpfung der Neonazis ein wichtiger Grund dafür, dass "nur" etwa 1000 von Ihnen den Weg in die Otto-Dix-Stadt gesucht haben. Die Gegendemonstranten waren zahlenmäßig überlegen und konnten das Festival zwar nicht ver- aber immerhin doch behindern und haben darüber hinaus ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt. Es wurde aber auch deutlich, dass es in Zukunft nicht immer möglich bzw. ausreichend sein wird, solche Veranstaltungen einfach stumpf zu blockieren. Neue Formen des Protests werden nötig sein. 
Wegen des Erfolges vom vergangenen Wochenende sind wir dennoch guter Hoffnung, dass auch die geistig weniger begüterten Anhänger der NPD und ähnlicher "Parteien" dereinst begreifen, dass nirgends und schon gar nicht in Thüringen Platz für ihre menschenverachtende Ideologie ist.
Die nächste Gelegenheit ihnen eine entsprechende Lektion zu erteilen bietet sich schon am 24.07.2010 in Hildburghausen. Geografisch sind die Nazis an diesem Tag also schon da, wo sie sich gesellschaftlich völlig zu recht längst befinden: am Rand. Damit das so bleibt, wollen wir auch im Süden Thüringens das Aktionsbündnis gegen rechts unterstützen und versuchen, die Veranstaltung, bei der neben rechtsextremen Bands auch bekannte Holocaust-Leugner auftreten werden, um gegen die Bewohner eines Asylbewerberheimes zu hetzen, zu verhindern. 
Deshalb rufen wir Euch dazu auf, in Hildburghausen ebenso zahlreich zu erscheinen, wie in Gera. Beginn der Gegendemonstration wird um 13:30 Uhr auf dem Markt der Stadt sein. Der Samstag in Gera hat gezeigt, das unser Widerstand wirkt. Lasst ihn uns aufrecht erhalten, bis die Nazis aufgeben und weitere Veranstaltungen gar nicht erst planen. Bei Fragen wendet euch bitte an die Landesgeschäftstelle.
