Landessprecherin Madeleine Henfling unterstützt Hebammenproteste

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Am 26.08.2010 hat Landessprecherin Madeleine Henfling an den Protesten der Thüringer Hebammen auf dem Anger in Erfurt teilgenommen, um sich als Vertreterin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN solidarisch zu zeigen.

Zusätzlich zu den zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen und der miserablen Bezahlung, die in keinem angemessenen Verhältnis zum hohen Maß an Verantwortung, die Hebammen zu tragen haben, stehen, sollen diese nun zusätzlich durch exorbitant gestiegene Prämien für die Haftpflichtversicherung belastet werden.

Mit den regelmäßigen Protesten soll die Öffentlichkeit zunehmend für dieses Thema sensibilisiert werden. Die aktuelle Situation ist nämlich die, dass allzu viele meinen, gar nicht davon betroffen zu sein. Dabei wissen wohl alle Mütter und die allermeisten Väter längst eine gute Betreuung vor, während und nach der Geburt des Kindes durch eine gut ausgebildete und motivierte Hebamme, die die nötige Zeit mitbringt, zu schätzen. Gerade diese Betreuung aber ist durch die neuerliche Kostenexplosion massiv gefährdet. Vor dem Hintergrund steigender Zahlen von Kaiserschnitten und anderen geburtshilflichen Methoden wie Zangengeburt oder Verwendung der Saugglocke, ein ziemlich bedrohliches Szenario. In den letzten Jahren hat sich die Quote der Anwendung solcher Methoden fast verdoppelt. Die Schließung von immer mehr Geburtsstationen in den Krankenhäusern hat zu einer zusätzlichen Verschärfung der Situation geführt. Das Recht auf selbstbestimmte Geburt wird durch solche Maßnahmen mehr und mehr ausgehöhlt, so dass es bald nur noch auf dem Papier existieren könnte, denn inzwischen sehen viele Hebammen ihre berufliche Existenz gefährdet.

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" Hier steht nicht nur die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Geburtshilfe durch Hebammen auf dem Spiel. Auch die selbstbestimmte Geburt ist durch die steigende Anzahl von Kaiserschnitten jetzt schon eingeschränkt. In Deutschland hat jede Frau das Recht auf eine selbstbestimmte Geburt, egal ob im Krankenhaus, Geburtshaus oder zu Hause. Dieses Recht ist nur mit der flächendeckenden Versorgung durch Hebammen umzusetzen. Die Bundesregierung, aber auch das Land Thüringen und die Thüringer Kommunen müssen hier handeln und die schlechten Arbeitsbedingungen und die teilweise miserable Bezahlung der Hebammen beheben. Bei der Geburt eines Kindes dürfen Effizienzdenken und Wirtschaftlichkeit nicht im Vordergrund stehen. Ein nicht Eingreifen in den momentanen Trend halte ich für fahrlässig", so Madeleine.

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